Abo Hiba ist seit September über ENGAGIERTE NEWCOMER bei HiMate aktiv und unterstützt außerdem unsere aktuelle Crowdfunding-Kampagne. Heute lernst Du ihn kennen!

Abo Hiba hast Du bestimmt schon gesehen – ob in unserem Crowdfunding-Video oder wegen seiner „Bad Ideas”. In den letzten Wochen haben wir Dir ja schon Khaled, Omar und Ahmad vorgestellt. Heute ist Abo Hiba dran, der sich seit September bei HiMate engagiert und außerdem unser Crowdfunding für ENGAGIERTE NEWCOMER unterstützt. Die Kampagne läuft bis zum Jahresende, noch kannst Du dabei sein und uns unterstützen!

Events für alle!

Abo Hiba kommt aus Syrien und wohnt seit August 2015 in Deutschland. Genau wie Ahmad ist er Tierarzt, darf bisher in Deutschland aber nicht als solcher arbeiten. Die Anerkennung seines Studiums ist sehr schwierig. Deshalb macht er momentan einen Bundesfreiwilligendienst bei Über den Tellerrand und arbeitet außerdem ehrenamtlich bei HiMate.

HiMate teilt Tickets für Konzerte, Kino, Partys oder andere Events mit Menschen, die sich das normalerweise nicht leisten können. Hier unterstützt Abo Hiba die Organisation von eigenen Veranstaltungen, wie Community-Events. „Ich mag diese Arbeit sehr gerne. Ich mag es, Leuten zu helfen. Ich möchte mein Deutsch verbessern, Freundschaften schließen, Leute kennenlernen”, reflektiert er sein Engagement. Und obwohl das Programm ENGAGIERTE NEWCOMER zunächst nur für drei Monate angesetzt ist, will er sich langfristig bei HiMate einbringen und ein echter Teil des Teams werden.

‘Flüchtling’ oder Mensch?

Bürokratische Prozesse waren nicht die einzige Hürde, als Abo Hiba neu in Deutschland ankam. „Die Schwierigkeit war die deutsche Sprache, die deutsche Kultur zu verstehen, Freundschaften zu schließen und wie die Leute mich sehen – als ‘Flüchtling’, nicht als Person oder Mensch”, erzählt er. „Normalerweise möchten alle nur mehr über den Krieg, die Situation in Syrien, wie ich nach Deutschland gekommen bin, wissen, aber nicht über mich als Person. Nicht was mich interessiert, was ich schon gemacht habe oder was ich hier machen will.” Dabei möchte Abo Hiba mitgestalten und sich in Deutschland sein Leben aufbauen.

Dazu gehört, Missverständnisse zwischen Kulturen zu verringern. Zum Beispiel erzählt er, dass es in Syrien total normal ist, sich persönlich von allen zu verabschieden, mit denen man auf einer Party geredet hat. Dass Deutsche oft einfach nur der Gruppe „tschüss” sagen, mit der sie am Ende zusammenstehen, stieß bei ihm und seinen Freunden oft auf Verwunderung. Mögen die uns nicht oder sind sie einfach unhöflich? Mit einem Augenzwinkern erwähnt er außerdem die viel zu große Auswahl an deutschen Brotsorten – welches soll man da denn bitte kaufen? In Syrien gibt es schlicht eine Sorte, die allen schmeckt.

ENGAGIERTE NEWCOMER bringt Menschen zusammen

Trotzdem bleibt eins: Es gibt viel mehr, was uns verbindet als was uns trennt. Wenn man sich kennenlernt, über Missverständnisse spricht und lacht und Freundschaften schließt, gelingt Integration. Einer der besten Ausgangspunkte für diese Begegnungen ist für Abo Hiba soziales Engagement: „Meiner Meinung nach ist ehrenamtliche Arbeit sehr wichtig, weil man die Leute als Menschen sehen kann, die Leute zusammenbringt und Menschen sich kennenlernen.”

Wir sind Abo Hiba total dankbar für seine Unterstützung, seinen Humor und seine Geduld während der ganzen Videodrehs der letzten Wochen. Wir wollen durch diese Crowdfunding-Kampagne noch mehr Newcomer und Locals zusammenbringen, die gemeinsam für einen guten Zweck arbeiten. Im Endeffekt geht das aber nur mit Dir: Teile die Kampagne mit allen, die du kennst, und unterstütze uns durch Deine Spende. Vielen Dank!

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