Der Bedarf an Mund-Nasen-Masken ist groß im Corona-Jahr 2020. Gerade zu Beginn der Pandemie war es nicht immer einfach an neue Masken zu kommen. Doch aus der Not entstanden viele Hilfsprojekte, die sich um DIY-Masken drehten. Auch Geflüchtete und Migrant*innen sind ein wichtiger Teil der freiwilligen Corona-Hilfe.

Die “Gesellschaft für interkulturelles Zusammenleben” in Spandau ist vom BAMF anerkannter Integrationsträger. Zudem zertifizierter Bildungsträger, anerkannter Jugendhilfeträger und fördert interkulturellen Austausch. Somit helfen sie Jugendlichen und Erwachsenen beim Arbeitseinstieg und arbeiten in Kooperation mit mehreren Schulen und verschiedenen Berliner JobCentern. Außerdem arbeitet hier ein ganz besonderer Mensch.

Eine inspirierende Frau

Afsaneh Afraze-Ketabi ist eine unglaublich starke Frau und Vorbild für viele Andere. Geflüchtet aus Afghanistan und mittlerweile Koordinatorin der Frauenprojekte bei der GIZ. Zusammen mit der “Vereinigung Wirtschaftshof Spandau” hat Afsaneh im März ein bemerkenswertes Projekt in Berlin Spandau gestartet. 

Ende März 2020: Eine der geflüchteten Frauen schickt ein Foto einer selbstgenähten Maske in die WhatsApp-Gruppe des Gemeindezentrums. Das motivierte auch viele der anderen Frauen. Die Gruppe wurde mit Fotos geflutet und spontan das Mundmasken-Projekt ins Leben gerufen wird. Afsaneh Afraze-Ketabi überlegte gemeinsam mit ihrem Team wie die Masken an Schutzbedürftige verteilt und die Näher*innen unterstützt werden können. Gesagt. Getan. Schnell wurde eine Werkstatt eingerichtet und die eigenen Nähmaschinen mitgebracht.

„Diese Arbeit hat das Selbstbewusstsein von den Frauen gestärkt. Sie sind in Deutschland, sie hatten in ihrem Heimatland gearbeitet und sie haben was gemacht. Sie hatten dieses Selbstbewusstsein. Und hier fehlt ihnen das.“ – Afsaneh Afraze-Ketabi

Wie das Projekt Geflüchteten hilft

Das Projekt ist für viele der Frauen ein Weg aus der Isolation und macht ihnen bewusst, dass sie wertvolle Mitglieder der Gesellschaft sind. Sie konnten durch das Maskennähen nicht nur in einer Krise anderen helfen, sondern auch ihre ersten Schritte in die Berufstätigkeit in Deutschland machen.

Nicht nur Frauen sind hinter den Nähmaschinen zu finden, auch einige geflüchtete Männer sind aktiv an dem Projekt beteiligt.

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