Mit dem „Ausgezeichneten-Engagement“-Siegel zeichnen wir jedes Jahr soziale Projekte aus, die vorbildliche Arbeit mit freiwilligen Helfer*innen leisten. Bei Ausgezeichnetes Engagement 2020 stellen wir Euch wieder tolle Projekte vor.

Zu diesen Projekten zählt auch ShoutOutLoud – Changing the World Step by Step e.V. aus Frankfurt am Main. Wir haben das tolle Team in einem Interview gefragt, was ausgezeichnetes Engagement für sie ausmacht und warum Du Dich bei ihnen engagieren solltest.

Erzählt uns kurz über Eure Organisation. Was macht Ihr, wenn nicht gerade eine Pandemie das Land beherrscht? Wie viele freiwillige Helfer*innen engagieren sich bei Euch?

Wir sind ein ehrenamtlicher Verein aus Frankfurt am Main und engagieren uns in unserer Stadt für mehr Nachhaltigkeit – insbesondere gegen Lebensmittelverschwendung und Fast Fashion. Wir können Euch gerne mal erzählen, wie unser Alltag ohne Corona normalerweise aussieht: 

Wir retten jede Woche Essen, das nicht mehr verkauft werden kann und bereiten daraus leckeres Streetfood in unserem Foodtruck zu. Außerdem veranstalten wir die Essensreihe „Integration geht durch den Magen“, in der wir aus den geretteten Lebensmitteln mit Geflüchteten und Einheimischen ein super leckeres Buffet zubereiten. 

Daneben organisieren wir Kleidertauschpartys und klären auf, wie man fairer und nachhaltiger Kleidung shoppen kann. 

Insgesamt engagieren sich rund 30 Mitglieder in unserem Verein.

Was kann man als Helfer*in bei Euch machen?

Als Helfer*in kannst Du Dich auf ganz unterschiedliche Weise einbringen: Organisatorisch, indem Du Veranstaltungen organisierst und durchführst. 

Kulinarisch, indem Du aus gerettetem Essen leckeres Streetfood zubereitest

Körperlich, indem Du Essen rettest und weiterverteilst. 

Oder kommunikativ, indem Du Menschen über Lebensmittelverschwendung oder Fast Fashion aufklärst, Vorträge hältst, Workshops durchführst oder unsere Social-Media-Kanäle bespielst.

Wie arbeitet Ihr zielorientiert und gebt den Helfer*innen gleichzeitig die Möglichkeit sich flexibel zu engagieren?

Für jede Tätigkeit gibt es mindestens eine*n von uns, der oder die den Hut aufhat und alle Helfer*innen koordiniert. Wir organisieren all unsere Aufgaben und Projekte über Apps. Dort kann sich jede*r für die nächsten Aufgaben und Veranstaltungen eintragen, auf die er oder sie Lust hast und für die genug Zeit da ist. 

So kann jede*r flexibel entscheiden, wie viel Zeit man aufwenden möchte und alle haben einen guten Überblick, wer woran arbeitet.

Was sind Eure nächsten Projekte?

Wir wollen unser Kleidertausch-Programm ausweiten – also noch mehr Kleidertauschpartys organisieren und weiterhin darüber aufklären, welche Folgen Fast Fashion haben kann und welche Alternativen es dazu gibt.

Zu Beginn der Coronazeit haben wir alle Events und Aktivitäten abgesagt – bis auf das wöchentliche Essenretten, was wir sogar verdoppelt haben. Wann wir das nächste Mal in unserem Foodtruck oder auf Veranstaltungen kochen können, ist noch unklar. Aber wir schauen gut gelaunt nach vorne und freuen uns schon jetzt drauf!

Wieso sollte ein Ehrenamt jeden interessieren?

Weil es eine super Möglichkeit ist, etwas gegen die teilweise so düster anmutende Weltlage zu tun – und zwar auf inspirierende Art und Weise! Man lernt viele Menschen kennen, die sich auch engagieren und das tut extrem gut.

Außerdem sieht man, dass das eigene Engagement einen Effekt hat: Wenn man am Foodtruck mit einer Person spricht, die bisher den kompletten Kühlschrankinhalt immer pünktlich zum Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums weggeworfen hat und dann erzählt, dass sie in Zukunft testen wird, ob die Sachen noch genießbar sind.

Man freut sich außerdem, wenn selbsternannte „Shopaholics“ bei unseren Kleidertauschpartys total überrascht sind, was für tolle Teile man secondhand bekommt.

Das sind kleine Schritte, aber die Masse macht’s. Und dann macht es in unserem Verein einfach mega viel Spaß!

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