Seit Beginn diesen Jahres wurden bereits 78.000 Brände im Amazonasgebiet von der brasilianischen Weltraumbehörde registriert. Die Brände bedrohen die Existenz des größten tropischen Regenwaldes der Welt, der für 20 Prozent des gesamten Sauerstoffs auf unserer Erde verantwortlich ist. Durch die Waldbrände wurde allein in Bolivien eine Waldfläche fast so groß wie der Libanon vernichtet. Die Opfer: Mehr als 34 Millionen Menschen und zahlreiche bedrohte Tier-und Pflanzenarten.

Warum brennt der Regenwald?

Der Hauptgrund für die verheerenden Brände ist die Viehzucht und der Anbau von Futterpflanzen wie Soja. Die Viehzucht ist für 90 Prozent der Zerstörung des Amazonas verantwortlich, bis heute wurden rund 55 Millionen Hektar Regenwald für die Viehzucht gerodet. Allein die EU importiert pro Jahr circa 34 Millionen Tonnen Soja für den Futterbedarf, davon das meiste aus Südamerika.  Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro leugnet den Klimawandel und schiebt die Brände auf die Trockenperiode “Queimada”, welche zwar die Brände begünstigt, aber noch lange nicht der Auslöser für die andauernden Brände ist. Denn bei den Bränden handle es sich um mutwillige Brandstiftung und eine Konsequenz aus der jahrelangen Abholzung, so die Naturschutzorganisation WWF.

Was kannst Du für den Regenwald tun?

Fast 10.000 Kilometer entfernt, befinden wir uns in Deutschland weit weg von der Katastrophe. Wer helfen und ein Zeichen für den Klimaschutz setzen möchte, kann das meist nicht vor Ort sondern muss sich andere Möglichkeiten überlegen, wie er*sie helfen kann. Zunächst sollte jede*r Einzelne sein Konsumverhalten hinterfragen und sich genau überlegen, was er*sie kauft und isst. Eine weitere Möglichkeit dem Gefühl der Ohnmacht entgegenzukommen, ist es sich bei lokalen, ehrenamtlichen Gruppen für mehr Klimaschutz zu engagieren. Zumindest so kann jede*r Einzelne durch kleine Taten helfen und andere Menschen auf die Ausmaßen des Klimawandels aufmerksam machen.

„Viele kleine Leute, die in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern“ – Afrikanische Weisheit

Bei diesen 3 Projekten kannst Du Dich für den Klimaschutz engagieren:

  1.   Volkspark Lichtenrade – Artenvielfalt fördern und erhalten

Bei dem Volkspark Lichtenrade kannst du als Ehrenamtliche*r dazu beitragen, ein Stück unberührter Natur in der Stadt zu erhalten. Zusätzlich förderst du die einheimische Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren. Das Team von dem Volkspark Lichtenrade sucht zu jeder Zeit Helfer*innen, die bei der Arbeit im Park mithelfen. Mehr Infos hier.

  1.   BUND Frankfurt am Main – Umwelt und Naturschutz

Bei dem BUND Kreisverband in Frankfurt kannst Du diverse Natur- und Umweltschutzprojekte initiieren, fördern und begleiten. Zur Zeit werden ehrenamtliche Helfer*innen in verschiedenen Naturschutzprojekten wie dem Frankfurter GrünGürtel, dem Stadtnaturschutz und der Umweltbildung für Kinder gesucht. Mehr Infos hier.

  1.   NABU Köln: Engagement für Naturschutz

Bei dem Naturschutzbund (NABU) in Köln kannst Du dich für den Natur- und Artenschutz vor Ort einsetzen und die Natur vor der eigenen Haustür entdecken. Dazu werden vielfältige Veranstaltungen, wie Vorträge, Exkursionen oder Möglichkeiten der praktischen Mitarbeit angeboten. Der NABU in Köln bietet Kindern und Familien die Möglichkeit, Bäume zu pflanzen, Teiche anzulegen und sich um Streuobstwiesen zu kümmern. Mehr Infos hier.

Nichts in Deiner Stadt dabei? Auf GoVolunteer.com findest Du ein passendes Projekt in Deiner Nähe!

Karina Hein Autorenbox

Über die Autorin:

Karina ist Praktikantin im Communications Team bei GoVolunteer. Normalerweise studiert sie im wunderschönen, kleinen Marburg Sozialwissenschaften und will später Journalistin werden. Sie interessiert sich für gesellschaftliche Themen, Kultur und Nachhaltigkeit.