Wie sieht ein Fahrradtraining für Geflüchtete eigentlich aus? Dienstagabend im Hangar am Tempelhofer Feld. Gelächter und Rufe dringen aus der großen Halle, etliche Frauen flitzen auf bunten Fahrrädern vorbei, andere schieben weniger Geübte an oder helfen beim Auf-und Absteigen. Die #Bikeygees sind mal wieder am Start!

Zu Beginn des Fahrradtraining für Geflüchtete stand der Spaß am Fahrradfahren.

Anne Seebach und Annette Krüger, selbst begeisterte Radlerinnen, begannen im Herbst 2015 regelmäßig Fahrradtraining für geflüchtete Frauen anzubieten. Zuerst mit einem noch sehr kleinen Team in der Traglufthalle Moabit. Heute können sie sich vor Anfragen kaum retten. In zwei Jahren haben die #Bikeygees:

  • 430 Frauen aufs Fahrrad gebracht,
  • über 50 Trainings durchgeführt und
  • über 70 Fahrradspenden mit Helm und Schloss ausgegeben.

Der Andrang war bereits im ersten Winter so hoch, dass die Trainings sogar bei minus zehn Grad durchgezogen wurden. Keine der Radfahrschülerinnen  wollte eine Winterpause des Fahrradtrainings einlegen. „Am Anfang kamen die Kinder zu uns. Die Frauen waren zu Beginn noch misstrauisch. Als sie aber gesehen haben, dass wir alle auf sie aufpassen, keine Männer da sind und sie nicht gegen ihren Willen fotografiert werden, wollten immer mehr mitmachen“, erzählt Annette.

Warum bieten sie ein Fahrradtraining für Geflüchtete an?

Die #Bikeygees stehen allen Frauen, die Lust auf Fahrradfahren haben offen, egal ob sie erste vor kurzem nach Deutschland geflohen sind oder nicht. „Das ist eine Sache die wir häufig vergessen: noch vor 100 Jahren war es auch in Deutschland durchaus nicht üblich für Frauen, Fahrrad zu fahren“, sagt Annette. Wenn dich das Thema interessiert, kannst du auch weitere Integrationsprojekte auf GoVolunteer finden.