Citizen Science macht Forschung für alle möglich. Und das häufig sogar von Zuhause aus! Hier klären wir Fragen rund um ehrenamtliche Forschung und zeigen Dir, wo Du Dich jetzt für die Wissenschaft engagieren kannst.

Was ist Citizen Science?

Der Begriff kommt aus dem englischen und bedeutet soviel wie “Bürgerwissenschaft”. Kurz gesagt ist es genau das: Bürger*innen unterstützen die Wissenschaft mit ihrer eigenen Forschung von Zuhause aus.

Welche Aufgaben Du dabei übernimmst, kannst Du selbst bestimmen. Je nach Interesse und Möglichkeiten kann ein*e “Bürgerwissenschaftler*in” verschiedene Tätigkeiten ausführen: Beobachten, dokumentieren, sammeln, fotografieren, messen oder kartieren. Die Ergebnisse werden dann den Wissenschaftler*innen online übermittelt  und anschließend ausgewertet.

Als “Bürgerwissenschaftler*in” hast Du auch die Auswahl aus super vielen verschiedenen Themengebieten  – von A wie Ahnenforschung, über K wie Kultur, bis hin zu W wie Wetter.

Warum ist Citizen Science wichtig?

Wissenschaft basiert oft auf quantitativen Fakten. Das heißt, es braucht eine hohe Anzahl an Erhebungen, damit die Ergebnisse aussagekräftig sind. Durch Citizen Science kann die Erhebung dieser Daten auf mehreren Schultern verteilt und die Arbeit von Wissenschaftler*innen erleichtert werden. Das Zusammenspiel von Wissenschaftler*innen und Bürger*innen ist außerdem für eine freie Wissenschaftsgesellschaft wichtig

Wer kann Bürgerwissenschaftler*in werden?

Du musst kein*e Expert*in sein, um Bürgerwissenschaftler*in zu werden. Selbst für Kinder gibt es Citizen Science Projekte. Allerdings solltest Du dich für ein  Themengebiet interessieren , um effektiv und langfristig an einem Projekt teilzuhaben.

Welche aktuellen Projekte gibt es im Citizen Science?

Es werden immer mehr “Bürgerwissenschaftler*innen gesucht! Sieh Dir aktuelle Projekte an, bei denen Du mitwirken kannst!

Ob im Park um die Ecke oder beim Teich des Nachbarn. Überall kann man Tieren und Pflanzen beim Wachsen zusehen. Mit den richtigen Daten lassen sich leichter Strategien entwickeln, mit denen man geeignete Maßnahmen zum Schutz der Arten entwickeln kann. Der Landesbund für Vogelschutz e.V. sucht deshalb Unterstützer*innen für die Naturdokumentation. Mach mit und erforsche die Natur, bei dir um die Ecke!

Wildtiere sollten nicht in Städten leben. Das lässt sich allerdings nicht vermeiden. Um herauszufinden, wie wir die Tiere in Städten schützen können, wurde die Plattform “Berliner Stadtwildtiere” geschaffen. Unterstütze dabei verschiedene Forschungsprojekte. Melde und markiere Igel bei nächtlichen Spaziergängen, erfasse Eichhörnchen per App oder beobachte Feldhasen im Bereich Lichtenberg. Unterstütze sie jetzt mit Deiner Forschung!

Schmetterlinge kann man auch in Tag- und Nachtfalter unterteilen. Doch wie viele gibt es von welcher Art? Wie können wir sie besser schützen und welche Wirkung hat der Mensch auf die Falter? Das Projekt “Tagfalter-Monitoring Deutschland“, koordiniert vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ in Halle (Saale), beschäftigt sich genau damit. Es ist ganz einfach. Such Dir Deine persönliche Strecke heraus und beobachte das Vorkommen von Tagfaltern. Engagier Dich jetzt und erforsche Schmetterlinge

Bist Du bereit, Forscher*in zu werden?

Möchtest Du Deinen Teil zur Wissenschaft beitragen und gleichzeitig Dein eigenes Wissen erweitern? Oder einfach raus in die Natur und Dein Umfeld aus einem anderen Blickwinkel kennen lernen?

Finde jetzt Dein Engagement!