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„Kümmern, weil wir privilegiert sind“

Published On: 26.01.2021Kategorien: Volunteers of Berlin

Joshua unterstützt Menschen ohne Obdach mit der „Rise Foundation“ 

 „Heute gab es warmes Essen, Kuchen und warme Kleidung und Socken. Mit der „Rise Foundation“ verteile ich seit knapp zwei Jahren Dinge an Menschen, die weniger Glück haben als die meisten von uns. Zum Beispiel Obdachlose auf der Straße. Diese Menschen, die manche auf der Straße ignorieren, sind Teil unserer Gesellschaft. Wir müssen uns um sie kümmern, weil wir privilegiert sind. Für mich ist es notwendig, unserer Gesellschaft etwas zurückzugeben. Ich habe einen guten Job und zwei Katzen, ich lebe in einer schönen Wohnung. Freiwilligenarbeit ist meine Art von Dankbarkeit, weil ich so glücklich und privilegiert bin.“ 

Joshua packt Schlafsäcke für Menschen ohne Obdach
Joshua packt Schlafsäcke für Menschen ohne Obdach

Mehr als ein Euro in der U-Bahn 

„Ursprünglich komme ich aus Indonesien, lebe seit 2018 in Berlin und arbeite hier als Softwareentwickler. In meiner Heimat gibt es viele arme Menschen. Aber als ich nach Berlin gezogen bin, habe ich nicht erwartet, dass es auch hier auf den Straßen so viel Armut gibt. Ich dachte, hier hätte zumindest jeder ein Dach über dem Kopf. Ich wollte Obdachlosen nicht nur ein paar Euro in der U-Bahn zustecken, sondern etwas Persönlicheres machen. Mit der „Rise Foundation“ koche ich jetzt für sie und kann richtige Gespräche mit ihnen führen.“ 

Joshua packt Lebensmittel für Menschen ohne Obdach
Ein Mann ohne Obdach, der von Joshua von der Rise Fundation unterstützt wird

Stadt der verschiedenen Motivationen 

„Die Pandemie war für uns natürlich eine ziemliche Herausforderung. Aber wir konnten unsere Arbeit fortsetzen, wenn auch mit mehr Abstand. Aber Corona zwang uns auch, kreativer zu sein und Spenden zu sammeln und am Ende des Tages konnten wir unseren Kurs fortsetzen. Berlin ist eine Stadt mit so vielen verschiedenen Menschen wie Motivationen und Perspektiven. Deshalb finden sich hier tolle Freiwilligenorganisationen, in meiner Heimatstadt war das nicht so einfach. So lernt man auch tolle Menschen kennen, mit der „Rise Foundation“ trifft man Hunderte, die an allen Arten von Aktivitäten teilnehmen möchten.“