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Das Team von Mädelsabende, allen voran Clare, Farah, Angelina, Katja und Marlon, ist seit einer Weile auf Instagram unterwegs, um dort feministische Einblicke, Stories und Denkanstöße in den Beauty und Marketing Feed von Instagram einzustreuen. Sie sprechen mit ihrer Community über Tabus, Mutter- und Vaterschaft, Selbstbewusstsein, Verhütung, aber auch allgemeinere Themen, wie Ost/West-Konflikte und Ernährung. Als Teil des Funk-Teams gehen sie neue Wege im Journalismus, versuchen in den sozialen Medien mit den Leuten in Kontakt zu treten und Debatten anzustoßen. Sie sind mitten drin in der digitalen Welt. Wir von GoVolunteer haben mit ihnen gesprochen, um mehr über ihre Arbeit und Ziele zu erfahren.

GoVolunteer: Habt ihr euch bei Mädelsabende Instagram gezielt als Kanal ausgesucht oder kam das einfach so?

Mädelsabende: Wir haben uns Instagram bewusst als Kanal ausgewählt, weil dort unsere Zielgruppe „junge Frauen“ am stärksten vertreten ist und wir sie so in ihrem Alltag mit unseren Inhalten erreichen können. Instagram bietet für uns tolle Möglichkeiten des Storytellings und ist eine Plattform, die einen sehr engen Austausch mit der Community ermöglicht.

GoVolunteer: Seid ihr eigentlich Journalist*innen oder Aktivist*innen? Und was hat beides für euch miteinander zu tun?

Mädelsabende: Wir sind ganz klar Journalist*innen. Wir versuchen zu jedem Thema eine Faktenlage zu recherchieren  und verschiedene Perspektiven aufzuzeigen, so dass die User*innen sich am Ende einer Themenwoche ein eigenes Urteil bilden können. Wir als Journalist*innen bieten Orientierung und ordnen die Themen ein. Aktivist*innen können aber gerne als Interviewpartner*innen bei uns zu Wort kommen, wir bieten auch gerade den eher selten gehörten Stimmen Raum in unseren Themenwochen.

GoVolunteer: Geschlechterklischees und Bodypositivity sind schon lange ein Thema in der Öffentlichkeit. Hat sich da inzwischen was verbessert?

Mädelsabende: Wir hoffen doch sehr und versuchen unseren Teil dazu beizutragen, in dem wir darüber informieren und aufklären. Wichtig ist es, das Gespräch zu diesen Themen zu fördern, auch mit Menschen, die nicht der eigenen Meinung entsprechen. Nur über den Dialog können wir dort etwas bewegen.

GoVolunteer: Ihr arbeitet jeden Tag mit Sprache. Fallen euch dabei bestimmte Themen oder Wörter ein, die Männer selbstverständlich ansprechen und verwenden, die Frauen sich erst aneignen müssen?

Mädelsabende: Da gibt es die Klassiker wie Gehaltsverhandlungen oder selbstbewusstes Auftreten als Expert*innen. Frauen stellen ihr Licht da manchmal gerne etwas unter den Scheffel. Wir versuchen auf unserem Kanal Mut zu machen, nach vorne zu gehen und sich zu trauen und wollen auf dem Gebiet Vorbild sein.

GoVolunteer: Ihr seid alle digital unterwegs. Unterstützt ihr auch klassische analoge Projekte und welche Bedeutung hat analoges Engagement für euch?

Mädelsabende: Wir unterstützen klassische analoge Projekte, in dem wir die Projekte in Interviews zu passenden Themenwochen vorstellen und ihnen somit eine Öffentlichkeit verschaffen.

Das Interview führte Sebastian Pohl.

Über den Autor

Sebastian ist Praktikant im Communications Team bei GoVolunteer. Nachdem er Philosophie und Psychologie studiert hat, ist er jetzt einer von denen, die neu nach Berlin gekommen sind. Er interessiert sich für Literatur, Debatten, Philosophie – für alles mit Worten und Sprache.