Warum GoVolunteer?

Hi, ich bin Ari und eigentlich Juristin. Nach meinem Studium wollte ich mich neu orientieren und herausfinden was mich wirklich interessiert. Ein Praktikum – so dachte ich – wäre die beste Gelegenheit, neue Erfahrungen zu sammeln, interessante Leute kennenzulernen und Einblicke in mir noch unbekannte Berufsfelder zu erhaschen. Spoiler Alert: Ich wurde nicht enttäuscht! Aber nicht irgendein Praktikum sollte es sein, sondern etwas mit Mehrwert für andere und am besten ein Start-Up!

So bin ich schließlich auf GoVolunteer gestoßen. Ich entschied mich für den Bereich Partnerships, wovon ich mir vor allem Einblicke in und Kontakt zu verschiedenen gemeinnützigen Organisationen erhoffte, da ich in diesem Umfeld auch meine berufliche Zukunft sehe.

Was ich bei GoVolunteer gerlernt habe

Bei GoVolunteer konnte ich mich weiterentwickeln und viel Neues lernen, nicht zuletzt durch die Learning Exchanges von Teammitgliedern, bei welchen jeder die Chance bekommt, sein eigenes Wissen an das Team weiterzugeben. Oder durch die vielen teaminternen oder -externen Workshops von André (Head of Learning & Insights), Tom (COO) oder Malte, dem Gründer von GoVolunteer.

In interaktiven Workshops lernte ich, anhand von Übungen und Feedback aus dem Team, alles Wichtige über Pitching, Strategy, KPI (Key Performance Indicator), OKR (Objectives and Key Results), Top-Down Communication und einiges mehr. Obwohl ich teilweise von den Themen noch nichts gehört hatte, konnte ich als Person und wir als Team immer etwas Neues lernen.

Der Start in das Praktikum

Aber nochmal auf Anfang: Die Aufregung vor dem ersten Tag war groß, doch völlig unbegründet. Da ich nicht die einzige neue Praktikantin war, lag die Aufmerksamkeit nicht nur auf mir. Greta, die das Partnerships-Team leitet, erzählte uns in ihrer sympathischen und witzigen Art die Geschichte des Partnerships Teams und erklärte uns kommende Aufgaben. Danach arbeiteten wir die On-Boarding-Mail mit Aufgaben für den ersten Tag durch.

In der ersten Zeit kämpften wir uns durch die Datenmenge und informierten uns über die einzelnen Projekte, die GoVolunteer zusätzlich ins Leben gerufen hat. Wir machten uns mit internen Kommunikations-Plattformen sowie nützlichen Task-Tools vertraut, die uns später die Arbeit im Team erleichterten. Wir wurden in das Admin-System eingeführt und lernten, wie wir neue gemeinnützige Organisationen und ehrenamtliche Projekte für die Website erstellen, alte bearbeiten und neue User für Organisationen anlegen können. Alte Akquise-Email-Templates für potentielle Partner überarbeiteten wir.

Hauptaugenmerk lag dabei auf der Quality Assurance (Qualitätssicherung) der Website. Das hieß für uns alle Projekte auf der GoVolunteer Website auf ihre Aktualität und Richtigkeit zu überprüfen. Das mühselige Clean-Up war geschafft: Von nun an sollen Projekte alle paar Monate in Sprints überprüft werden.

Beim wöchentlichen Partnerships-Meeting protokollierte ich und lernte so manches über Unternehmensführung. Die „Meeting-Welt“ war auch völlig neu für mich, da ich aus einem Studiengang kam, bei dem selbständiges Arbeiten angesagt war. Es gefiel mir, sich austauschen zu können. So kam es gar nicht erst zu Missverständnissen oder größeren Konflikten.

Ein Praktikum, 3 Teams

Eine tolle Sache in einem GoVolunteer-Praktikum ist, dass die verschiedenen Teams sehr eng zusammenarbeiten und man überall mithelfen kann. Irgendwann fragte Greta, ob wir uns aktiv bei ENGAGIERTE NEWCOMER beteiligen wollten. Für mich war das eine coole neue Idee, von der ich vorher noch nie gehört hatte: Statt Newcomer passiv in Deutschland zu integrieren, sollen sie unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten.

Meine Aufgaben bei ENGAGIERTE NEWCOMER war nun – als Teil des Partnerships Teams – neue Partner für das Programm zu gewinnen. Dabei traf ich mich mit wirklich tollen Organisationen, wie der KungerKiezInitative und war bei einem Gespräch mit dem SOS-Kinderdorf e.V. dabei.

Bei der Akquise lag mein Fokus auf Natur-, Tier- und Kulturprojekten, um den Newcomern vielfältige Optionen für ein Ehrenamt bieten zu können. Wir erarbeiteten eine Strategie, passten E-Mail Templates entsprechend an und legten los, nach passenden Organisationen in Berlin zu suchen. Nachdem die ersten E-Mails an potentielle Partner raus gingen, standen wir in engem Kontakt mit ihnen, ob per Mail, Telefon oder auch persönlich.

Meine anfängliche Scheu vor Anrufen war schnell verflogen und es machte wirklich Spaß, einige interessante neue Partner mit ins Boot zu holen und zu sehen, wie motivierte Newcomer letztendlich an Organisationen vermittelt werden konnten. Natürlich gab es viele Absagen, da die Rahmenbedingugen des Programmes stimmen müssen.

Nicht immer beliebt, aber wichtig, ist das Erfassen in den verschiedenen Listen, wie die für uns besonders wichtige „Tracking Liste“. Aber Ordnung ist das halbe Leben und eine gute Dokumentation ist „Key“, wie man so schön sagt. Nebenbei  half ich, einen Roundtable zu organisieren. Das ist ein Event für alle Partner von ENGAGIERTE NEWCOMER, bei dem einige generelle Schwierigkeiten mit den Ehrenamtlichen Gruppen gelöst werden sollen.

Oder doch lieber Social Media Redakteurin?

Da ich mich zusätzlich im Communications Team einbrachte, konnte ich einige unserer Newcomer selbst treffen. Nach einem erfolgreichen Engagement, führt das „Comms Team“ ein kurzes Interview, bei dem ich filmen, Fragen stellen und mal schneiden durfte. So lernte ich zum Beispiel Omar kennen, einen Fußballspieler aus Syrien, der bei Champions ohne Grenzen sein Ehrenamt absolviert hatte und danach die Möglichkeit bekam, einen Trainerschein und sogar eine Schiedsrichterausbildung zu machen. Eine richtige Erfolgsgeschichte!

Fotografieren war schon immer meine Leidenschaft. Unweigerlich kam es dazu, dass ich für GoVolunteer anfing, viele Fotos zu machen. Im Communications Team, bei dem Dominique der kreative Kopf ist, machte ich Fotos für den #MachMit-Blog, Facebook und vor allem Instagram. Im Office war es eine Herausforderung, bei Fotos den richtigen Moment abzupassen, um den fröhlichen Büroalltag einzufangen.

Workshops, Team-Meetings oder Green Wall Shootings durfte ich mit meiner Kamera begleiten, was viel Spaß machte. Gleichzeitig gab es Themenwochen bezogene Shootings wie zum Beispiel den Weltfrauentag. Im Team Communications kann man seiner Kreativität auf jeden Fall freien Lauf lassen.

Pizza, Bier und richtig liebe Menschen

Auf Kommunikation und Austausch legt GoVolunteer viel Wert, daher gibt es nach dem großen Team-Meeting immer leckere Pizza und reichlich Bier. Denn es sollen wirklich alle kommen! Und wenn alle keine Pizza mehr sehen können, wird auch mal auswärts etwas gegessen. Lustige Team Events sind keine Seltenheit!

Das HiMate Team, welches mit dem GoVolunteer Team eng verbunden ist, arbeitet mit uns im Büro. HiMate hilft Menschen, die neu in Deutschland oder finanziell nicht gut aufgestellt sind, am kulturellen Leben teilzunehmen, indem sie kostenlose Gutscheine für Kultur- und Freizeitangebote von Partnerunternehmen bereitstellen. Das GoVolunteer Team darf gelegentlich an solchen Events teilnehmen. Ein persönliches Highlight war das Basketball Spiel von Alba Berlin in der Mercedes-Benz Arena. Vor dem Spiel saßen wir als Team gemütlich beisammen, während wir Flavias leckeres Risotto (von dem heute noch alle schwärmen) gegessen haben. So lernt man die Teammitglieder doch noch mal besser kennen.

So schnell wird man mich nicht los!

Tolle und inspirierende neue Leute sowie das GoVoluntier Peppi durfte ich kennenlernen und wirklich Vieles für meine berufliche Zukunft mitnehmen. Ich werde den morgendlichen Tee und Plausch in der kleinen Charakterküche mit den Mitpraktikant*innen und vor allem meiner Mentorin Greta vermissen. Mein Fokus lag darauf, so viele Erfahrungen wie möglich mitzunehmen und an ihnen zu wachsen. Das ist mir auf jeden Fall gelungen.

Vor GoVolunteer habe ich nicht wirklich ernsthaft darüber nachgedacht, mich ehrenamtlich zu engagieren. Auch, weil ich nicht recht wusste wo. Ich denke nun habe ich ein passendes zukünftiges Ehrenamt gefunden: Beim Mutterschiff des Ehrenamts GoVolunteer selbst. So schnell wird man mich nicht los!

Wenn Du ein Praktikum bei GoVolunteer machen oder Dich ehrenamtlich engagieren willst, dann come in and find out! Stöbere durch unsere Stellenanzeigen oder finde Dein Projekt.

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Über die Autorin

Ariane Ramin ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Nach ihrem ersten juristischen Staatsexamen will sie nun einen kreativen Weg einschlagen. Fotografie ist ihre große Leidenschaft.