Mit dem „Ausgezeichneten-Engagement“-Siegel zeichnen wir jedes Jahr soziale Projekte aus, die vorbildliche Arbeit mit freiwilligen Helfer*innen leisten. Zu diesen Projekten zählt auch die milaa gGmbH. Wir haben das großartige Team der milaa gGmbH in einem Interview gefragt, was ausgezeichnetes Engagement für sie ausmacht und warum ein Engagement bei ihnen besonders bereichernd ist.

Erzählt uns kurz über Eure Organisation. Was macht Ihr? Wie viele freiwillige Helfer*innen engagieren sich bei Euch?

Die milaa gGmbH ist ein diakonischer Träger mit weitreichenden Erfahrungen im Bereich Flüchtlingsarbeit, Obdachlosenarbeit und Jugendhilfe. Die milaa gGmbH wurde im Jahr 2015 gegründet und 2016 mit der NTH in Berlin gGmbH (Neue Treberhilfe) zusammengeführt. In ihr verbinden sich langjährige Erfahrungen in der sozialen Arbeit und neues Know-How, besonders in der Flüchtlingshilfe. Die milaa gGmbH betreibt Notunterkünfte und zwei Gemeinschaftsunterkünfte, ebenso mehrere große Obdachloseneinrichtungen und verschiedene Krisen- und Unterstützungseinrichtungen für Jugendliche in Berlin.

Die verschiedenen Bereiche durchdringen einander inhaltlich, Synergien werden genutzt, in den monatlichen Standortleitersitzungen werden Schritte zur Projektentwicklung und Qualitätssicherung unternommen. Inhaltlich und organisatorisch arbeitet die milaa gGmbH eng mit dem Evangelische Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V. zusammen.

In unserer Gemeinschaftsunterkunft am Ostpreußendamm kümmern wir uns insbesondere um Flüchtlinge mit einem besonderen Schutzbedürfnis. Hier sind rund 20 Ehrenamtliche tätig.

Was kann man als Helfer*in bei Euch machen?

Die ehrenamtlichen Tätigkeiten im Ostpreußendamm umfassen die Begleitung, Betreuung und Unterstützung von Hilfsbedürftigen. Erwachsene und Kinder organisieren ein Bewohner-Café und eine Nähstube,begleiten zu Ämtern, helfen bei der Wohnungssuche und organisieren Feste und Feiern. Ferner verbinden wir verschiedene soziale Projekte Standortübergreifend miteinander, wie z.B. eine Suppenküche in Zusammenarbeit mit der örtlichen Kirchengemeinschaft.

Was ist für Euch der Schlüssel zu guter Kommunikation mit freiwilligen Helfer*innen?

Für uns ist der Schlüssel einer guten Kommunikation mit freiwilligen Helfern eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und die nötige Transparenz in der Entscheidungsfindung. Ebenso wichtig hierbei ist eine entsprechende Rücksichtnahme auf das persönliche soziale Umfeld von unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern, sowie das Vermitteln der Wertschätzung für die freiwillige Tätigkeit.

Was ist für Euch wichtig, wenn es um Team-Arbeit geht?

In unserem Team zählt jede Meinung und jeder Vorschlag wird in der Entscheidungsfindung berücksichtigt. Dadurch erhält jedes Teammitglied das Gefühl ein wertvolles Mitglied des Teams zu sein und etwas zu erreichen, welches das Selbstbewusstsein der Mitglieder und den Zusammenhalt stärkt. Ferner wird dadurch auch unterschwellig die Notwendigkeit vermittelt und gefördert, sich im Team zu engagieren.

Immer mehr Menschen wollen sich freiwillig für einen guten Zweck engagieren. Welche Entwicklung würdet Ihr Euch für die Zukunft des Ehrenamts wünschen?

Viele Menschen, die sich freiwillig engagieren wollen, kennen gar keine Anlaufstelle bei der sie sich informieren können. Hier würden wir uns eine breitere Aufstellung der entsprechenden Informationsstellen unter Nutzung der vorhandenen Medien wünschen, damit diese einen höheren Bekanntheitsgrad erreichen.

Wieso sollte ein Ehrenamt jeden interessieren?

Eine ehrenamtliche Tätigkeit ist nicht vergleichbar mit einem Job bei dem gearbeitet wird. Vielmehr ist ein Ehrenamt vergleichbar mit einer positiven Freizeitbeschäftigung, bei der man mit Gleichgesinnten in einem Team das gleiche Ziel verfolgt, ähnlich wie beim Sportverein. Der vorteilhafte Nebeneffekt ist das Engagement meist für Hilfsbedürftige, deren Dankbarkeit sich wie ein Homerun anfühlt. ;-)

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