Obdachlosigkeit trifft Frauen besonders hart. Klar, ist das Leben auf der Straße schwierig für alle. Jedoch stehen obdachlose Frauen täglich vor Herausforderungen, die für Männer oft nicht alltäglich sind. So sind etwa Frauen auf der Straße besonders stark von der sogenannten Periodenarmut betroffen – denn Hygieneprodukte für die Periode kosten Geld.  Umso wichtiger ist es, dass wir einen genauen Blick auf die Lebenswelt von weiblichen Obdachlosen werfen.

Welchen Problemen begegnen Frauen ohne Obdach auf der Straße? 

Frauen ohne Obdach sind vor allem von sexueller Gewalt und Nötigung betroffen. Viele entwickeln dadurch toxische Verhaltensmuster in verzweifelter Suche nach Schutz. Oft sind obdachlose Frauen von Gewalterfahrung vorbelastet und manchmal ist das auch der Grund, warum sie das Leben auf der Straße dem Leben zuhause vorziehen. Lies in diesem Artikel nach, warum es immer mehr Obdachlosigkeit bei Frauen gibt. Außerdem sind Frauen auf der Straße besonders stark von Periodenarmut betroffen.

 

Warum sind Frauen ohne Obdach besonders von Periodenarmut betroffen? 

Eine menstruierende Person gibt durchschnittlich etwa 20.000 Euro für Hygieneprodukte im Leben aus. Zugang zu Menstruationsprodukten ist keine Selbstverständlichkeit und nicht jede Frau kann sich die teuren Produkte leisten – Das ist Periodenarmut. 

Viele denken bei Spenden sofort an Essen oder Kleidung. Wenigere an Hygieneartikel wie Binden, Tampons oder Menstruationscups. Deshalb gibt es in manchen europäischen Ländern neuerdings Bemühungen, Binden und Tampons zugänglicher zu machen. In Schottland müssen Hygieneartikel mittlerweile per Gesetz an öffentlichen Orten zur Verfügung gestellt werden.

Die Periode ist vielleicht weniger dramatisch als psychische und sexuelle Gewalt gegen Frauen ohne Obdach – oder die eiserne Kälte im Winter. Jedoch ist sie jeden Monat eine große Herausforderung. Denn leider gibt es auch hier keine staatlichen Hilfestellungen.

So kannst Du Periodenarmut bekämpfen

Zu unserem Trost gibt es tolle Initiativen, die Periodenarmut bekämpfen. Bei diesen 3 kannst Du Dich jetzt engagieren.  

Vielleicht sind Dir schon ​Spendenboxen ​für Menstruationsprodukte in Drogeriemärkten oder Nachbarschaftsläden aufgefallen. Diese stellt nämlich der Verein Social Period bei Partner:innen auf. Die Spenden werden an soziale Einrichtungen weitergegeben. Die Hygieneprodukte werden kostenlos bedürftigen Menschen zur Verfügung gestellt. Engagiere Dich jetzt und helfe beim Leeren der Boxen und der Verteilung der Produkte. Selbst spenden kannst Du natürlich auch immer!

Hast Du schon einmal diesen “Period Box”-Flyer auf der Straße gesehen? Mit dieser studentischen Initiative kannst Du auch selbst eine Box auf der Straße oder an öffentlichen Orten aufstellen. Da können Hygieneprodukte ebenfalls gespendet werden. So geht’s:
1. Öffne die Website von Period Box,
2. Lade Dir den Flyer “I am a Period Box” herunter,
3. Drucke den Flyer aus und stelle eine Box damit auf.

Gemeinsam mit Social Period e.V. fordert Change.org den freien Zugang zu Menstruationsprodukten in öffentlichen Einrichtungen in Deutschland. Mit der Petition tragen sie diese Forderungen an die Politik. Bisher haben schon fast 35.000 Menschen unterschrieben. Unterschreibe jetzt! 

Viele weitere Projekte in Deiner Nähe für Menschen ohne Obdach findest Du auf GoVolunteer.com.

Finde jetzt Dein Engagement!