Das Corona Virus trifft die Schwächsten in der Gesellschaft besonders schwer. Sie können nicht einfach einkaufen, vorsorgen, im Home-Office arbeiten oder sich in Quarantäne begeben. Deswegen brauchen zum Beispiel Obdachlose in dieser Zeit besonders unsere Unterstützung: Da wegen des aktuellen Kontaktverbots viel weniger Menschen auf der Straße unterwegs sind, erhalten Obdachlose fast keine Spenden mehr. Wir zeigen Dir, wie Du Obdachlosen in Zeiten von Corona trotzdem helfen kannst.

Geld spenden

Der einfachste Weg, wie Du obdachlosen Menschen helfen kannst, ist Geld zu spenden. Deine Spende hilft beispielsweise Tagesaufenthalte, Wohnungslosenheime und Nothilfemaßnahmen für obdachlose Menschen zu unterstützen und neu zu organisieren. So kann die Versorgung obdachloser Menschen sichergestellt werden, und gleichzeitig ehrenamtliche Helfer und Hilfsbedürftige vor der Ausbreitung des Virus geschützt werden.

Deutschlandweit:
  • Auch die Bahnhofsmission Deutschland e.V. ist auf deine Unterstützung angewiesen! Spende Geld, damit sie auch in Corona-Zeiten ihren Aufgaben nachgehen können.
Lokal:
  • StraßenBLUES e.V. in Hamburg und KARUNA in Berlin haben das Projekt Strassenspende gegründet. Dort spendest Du online, und Deine Spende wird anschließend von  freiwilligen Helfern*innen an obdachlose Menschen auf den Straßen verteilt.
  • Die KARUNA Obdachlosenlotsen in Berlin zahlen jeden Tag 10€ als Soforthilfe an Obdachlose aus, um ihre Verpflegung sicherzustellen. Hier kannst Du direkt spenden.
  • Spende hier online für die #NothilfeBerlin der Berliner Stadtmission, um Angebote für obdachlose oder von Armut und Einsamkeit betroffene Menschen, Geflüchtete oder Kinderbetreuungsangebote zu unterstützen. 
  • Auch ein ehemals Obdachloser sammelt Spenden, um Obdachlose in Berlin mit dem Nötigsten versorgt werden.
  • Beim Projekt #soliküche könnt ihr Mahlzeiten für Obdachlose kaufen und gleichzeitig lokale Restaurants in Berlin und Hamburg in der Krise unterstützen. Beim Speisekombinat in Berlin Mitte und Kitchen Guerilla in Hamburg könnt ihr online für 7 € ein Essenspaket kaufen. Die Mahlzeiten werden dann von den Restaurants zubereitet und an lokale Initiativen für Wohnungslose und Bedürftige weitergegeben, die sie dann wiederum weiterreichen.
  • In der Krise sind wir alle auf tagesaktuelle Informationen angewiesen. Obdachlosen fehlt dafür oftmals das technische Equipment. Unterstütze die KARUNA Corona Taskforce durch Deine Spende dabei, 2000 Obdachlose mit Mobiltelefonen und Solarradios zu versorgen.

Spende an Gabenzäunen

Eine einfache Möglichkeit, die Obdachlosen direkt hilft, bietet der Gabenzaun, den es bereits in einigen Städten wie Berlin und Hamburg gibt. Dazu packst Du jeweils Tüten pro Person mit Lebensmittel, Sachspenden oder Hundefutter, beschriftest diese und bringst sie an den Gabenzaun an, zum Beispiel in Berlin am S-Bahnhof Hermannstraße. Wie so ein Gabenzaun funktionieren kann findet ihr hier auf der Website des Hamburger Gabenzaun e.V. erklärt. Eine Druckvorlage für einen Gabenzaun-Zettel findest Du hier.

Spende Geschirr

Viele Suppenküchen und Obdachloseneinrichtungen mussten wegen der Ansteckungsgefahr ihre Gasträume schließen. Die Essensausgabe findet derzeit fast ausschließlich “to-go” statt. Dafür wird jetzt überall Geschirr benötigt. Zum Beispiel beim Berliner Obdachlosenhilfe e.V. Die aktuelle Bedarfsliste und alle Infos dazu findest Du hier.

Verteile Lebensmittel

90 Prozent der ca. 60.000 freiwilligen Helfer*innen der Tafel gehören zur Risikogruppe der Covid-19 Erkrankung. Deshalb haben die Tafeln ihre Ausgabestellen wegen der Ansteckungsgefahr größtenteils geschlossen. Viele Tafeln arbeiten jetzt an alternativen Konzepten, etwa durch Lieferungen direkt an Bedürftige. Hier findest Du eine Tafel in Deiner Nähe, die jetzt Deine Unterstützung braucht.

In Frankfurt kannst Du außerdem Lebensmittel spenden und verteilen bei den Helfer-Freunden-Frankfurt.

Der Verein Dock Nord in Berlin bietet ab dem 25. Mai täglich eine kostenlose Suppenmahlzeit für Menschen in Not an. Um Bedürftige über das Angebot zu informieren, kannst Du jetzt im Berliner Viertel Wedding Flyer verteilen!

Spende Schlafplätze

Selten war das eigene Bett so wichtig wie in der Corona-Pandemie. Da viele Obdachlosenunterkünfte geschlossen sind, sind Obdachlose auf alternative  Schlagmöglichkeiten angewiesen.

  • In Berlin werden in der Facebook Gruppe “Schlafplatzorga” schon seit 5 Jahren temporäre Schlafplätze und Rückzugsorte an obdachlose Menschen vermittelt. Jetzt ist diese Vermittlung  so wichtig wie nie zuvor. Wenn Du Dir vorstellen kannst jemanden aufzunehmen, kannst Du über Facebook mit der Organisation Kontakt aufnehmen oder eine E-Mail an sleepingplaceorga@systemli.org schreiben.
  • Das Projekt #hotelsforhomeless fordert die Unterbringung und Betreuung von obdachlosen Menschen in leerstehenden Hotels. Hier erfährst Du, wie Du das Projekt in Deiner Stadt unterstützen kannst.

Spende Schlafsäcke

Ist keine Unterkunft vorhanden, müssen die Obdachlosen so gut es geht räumlich getrennt und Maßnahmen zur Vereinzelung getroffen werden. Dazu müssen Obdachlose, die dies wollen, mit Zelten und Schlafsäcken ausgestattet werden und Schlafstätten im öffentlichen Raum müssen geduldet werden. Unter anderem bittet das Straßenmagazin fifty-fifty in Düsseldorf daher um Zelt- und Schlafsackspenden. Auch das Sozialprojekt in Berlin Prenzlauer Berg nimmt Sachspenden wie Einweggeschirr, Schlafsäcke, Wolldecken, Isomatten und Einpersonenzelte entgegen.

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