Der Winter kommt und mit ihm oft der „Blues“. Das Gefühl von Einsamkeit verbinden wir häufig mit der kalten, dunklen Jahreszeit. In metaphorischen Redewendungen wie „jemandem die kalte Schulter“ zeigen, oder „warm ums Herz werden“ sehen wir ganz deutlich, wie Kälte mit negativen und Wärme mit positiven Gefühlen verknüpft sind. Eine Studie der University of Toronto hat gezeigt, dass soziale Isolation sich auch wortwörtlich kalt anfühlt. Die Stimmung scheint also mit der Temperatur und damit mit der Jahreszeit in Verbindung zu stehen.

Allein sein und einsam sein

Schließt Du Dich im Winter auch einmal mehr mit einer warmen Tasse Tee zu Hause ein, bist du aber nicht gleich einsam. Alleinsein und einsam sein sind zwei verschiedene Dinge. Du kannst dich dazu entscheiden, einen Winterabend alleine mit Buch unter einer Wolldecke zu verbringen. Dann tut alleine sein gut und bringt Ruhe. Das Privileg vom Alleinsein ist auch ein spannendes Thema. Hier soll es aber um das Gefühl von Einsamkeit gehen, das traurig macht und das sich keiner selbst aussucht und darum, was dagegen hilft.

Wer ist einsam?

Einsamkeit lernt jede*r von uns einmal kennen, aber es gibt verschieden schwere Abstufungen, die nicht zu unterschätzen sind. Auch betrifft Einsamkeit nicht nur ältere Menschen. Junge Menschen sind genauso betroffen. Laut einer Studie fühlt sich in Deutschland jeder 10. Mensch einsam.

Gründe für Einsamkeit

Einsamkeit hat verschiedene Gründe. Ursachen für Einsamkeit können beispielsweise große Veränderungen im Leben wie der Tod eines geliebten Menschen, die Trennung von einer Freundschaft/ einem Partner, aber auch der Umzug in eine neue Stadt sein.

Ein Zusammenhang wird häufig auch mit der Digitalisierung gesehen. Immer und überall vernetzt, aber trotzdem einsam. Klar, die Digitalisierung hat auch ihre Vorteile: es ist geil, mit weggezogenen Freunden trotzdem noch ständig Kontakt haben zu können, oder ganz easy online Gleichgesinnte kennenzulernen und über die neue Lieblingsserie zu reden. Aber der Bildschirm ersetzt für viele von uns auf Dauer nicht den persönlichen Kontakt.

Einsamkeit macht krank

Im Normalfall reagierst Du auf Einsamkeit damit, Sportkurse zu besuchen, an Workshops teilzunehmen, um neue Menschen – im Idealfall neue Freunde – kennenzulernen. Kurz: rauszugehen.

Wenn diese Maßnahmen nicht stattfinden oder greifen, kann Einsamkeit chronisch werden und krank machen. So sehr, dass Betroffene sich isoliert fühlen und in eine Spirale ungesunder Gedanken verfallen. Es kann sich eine Depression entwickeln. Dann hat es auch nichts mehr mit Winterzeit zu tun. Auch Demenz und Alzheimer können durch Einsamkeit hervorgerufen oder intensiviert werden.

Einsamkeit und Sinn

Das Gefühl von Einsamkeit hat nicht zwingend mit der Anzahl unserer sozialen Kontakte zu tun. Es ist eher ein subjektives Empfinden, man fühlt sich unwichtig, sieht keinen Sinn mehr in sozialen Aktivitäten, sogar im eigenen Leben. Dann kann es helfen, etwas für uns Bedeutsames in Angriff zu nehmen.

Die Youtuberin Einfach Inka bringt es sehr schön auf den Punkt:

„Das Leben fühlt sich sehr lebenswert an, wenn wir etwas Gutes tun.“

Hier haben wir Euch erklärt, dass genau das ein Grund für viele ist, sich heutzutage zu engagieren.

Was genau „gut“ ist, ist ja bekanntlich subjektiv, weshalb es umso toller ist, dass die Wahl der Organisationen, in denen man sich engagieren kann, riesig ist!

Auf GoVolunteer.com findest du viele Organisationen. Sie suchen nach Menschen, die Lust haben, Teil von etwas zu werden, sich einer Gruppe von Gleichgesinnten anzuschließen und zusammen etwas zu bewegen.

Was Gutes tun gegen Einsamkeit

In einem Ehrenamt kannst Du gleichzeitig für Dich etwas Gutes tun, aber auch anderen helfen, sich weniger einsam zu fühlen.

Bist Du neu in Berlin, ist vielleicht das hauseigene Angebot von GoVolunteer und HiMate etwas für dich. Im Programm ENGAGIERTE NEWCOMER wirst Du mit einem Ehrenamt gematcht, das zu Dir passt. So lernst Du Menschen kennen, die wie Du neu in Berlin sind, aber auch Locals, die dir zeigen, wie du in Berlin richtig ankommst. Mit dem Ehrenamt tust du gleich etwas Sinnvolles: Du wirst gebraucht!

Bei Start with a Friend in Köln und in anderen deutschen Städten wirst Du Ansprechperson und Freund eines Menschen, der neu in Deiner Stadt ist. So engagierst Du Dich gleichzeitig auch für ein offenes Miteinander und ein buntes Deutschland.

Kannst Du gut mit Kindern oder Jugendlichen, kannst du dich in der Kinderbetreuung in Taufkirchen engagieren und für Grundschulkinder da sein, während ihre Eltern auf der Arbeit sind.

Für ältere Menschen kannst du in Köln da sein, und dich mit Gehirnjogging Projekten sogar gegen weitere Folgen von Einsamkeit einsetzen.

Finde jetzt Dein Engagement!

Dieser Artikel ist inspiriert durch Kasley Killiams Beitrag in Scientific American.

Über die Autorin

Elena konnte ihre Schwäche für Bücher und Sprachen in einem Bachelor und Masterstudium ausleben. Bei GoVolunteer schlägt sie als Praktikantin ein neues Kapitel auf, um Neues zu entdecken und zu lernen.