Fleisch. Schnell, viel und vor allem: Billig. Der Tönnies Skandal hat uns wieder einmal auf die tier- und menschenunwürdigen Bedingungen in Schlachthöfen aufmerksam gemacht. Und erneut waren alle davon geschockt. Doch weiß nicht mittlerweile jede*r, was industrielle Massentierhaltung für Mensch und Tier bedeutet? Wir sind der Meinung: Das kann so nicht weitergehen!

Auch in Anbetracht der Corona-Krise, bei der auch Fleischkonsum eine Rolle spielt, muss sich jetzt was daran ändern.

Wir alle können helfen, indem wir uns selbst und andere weiter über die Folgen der Massentierhaltung aufklären und anfangen zu handeln. Sprich: weniger Fleischkonsum, dafür aber qualitativ hochwertiges Fleisch oder gar eine vegan/ vegetarische Ernährungsweise.

Damit diese Nachricht auch alle Menschen und Institutionen erreicht, muss über Massentierhaltung informiert und aufgeklärt werden. Wie das geht, zeigen folgende drei Projekte gegen Massentierhaltung

1. Im PETA ZWEI-Streetteam gegen Massentierhaltung demonstrieren

Was ist das für ein Projekt?

PETA ZWEI ist die Jugendkampagne von PETA Deutschland e.V., welche mit ihrem bundesweiten Netzwerk aus Streetteams für Tierrechte auf die Straße geht. Durch ihre provokanten Kampagnen erreichen sie ein weites Publikum und bleiben im Gedächtnis.

Was tun sie gegen Massentierhaltung?

Mit spektakulären Straßenaktionen und Infoständen setzen sie sich für Tierrechte ein – sie klären auf und zeigen Alternativen zu Produkten mit Tierleid. Jeder ihrer Aktionen wird von einem erfahrenen Leiter begleitet, der die Aktion koordiniert und für Fragen zur Verfügung steht. Auf ihrer Webseite informieren sie präzise über eine gesunde, vegane Ernährung und bieten eine 30 Tage lange Betreuung bei dem Einstieg in die vegane Lebensart.

Wie Du helfen kannst

Engagiere dich jetzt für PETA ZWEI und nehme an einen ihrer Aktionstage teil. Diese finden regelmäßig und Deutschlandweit statt- es sind auch keine vorherige Demo Erfahrungen notwendig. Während der Aktion wirst du Flyer verteilen, in Gesprächen mit Passanten aufklären oder tolle Kostüme tragen, um mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Auf der Webseite findest du ebenso Plakate, Flyer und Schilder zum gratis Download, die du auch in deiner Umgebung verteilen kannst.

Engagiere Dich jetzt für PETA Zwei

2. Mit Provieh e.V. für die Rechte von Nutztieren aktiv werden

Was ist das für ein Projekt?

Der Provieh e.V setzt sich seit 1973 für eine artgemäße und wertschätzende Tierhaltung in der Landwirtschaft ein. Sie vereinen in ihrer Arbeit Veganer, Vegetarier und Fleischesser, um den nächsten realisierbaren Schritt zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Nutztieren zu identifiziere und diesen einzuleiten. Im Vordergrund stehen dabei die Bedürfnissen der Tiere. In einem offenen Dialog bieten sie eine Schnittstelle zwischen Verbrauchern, Lebensmitteleinzelhandel, Politik und Landwirten.

Was tun sie gegen Massentierhaltung?

Das Projekt verteilt sich auf Regionalgruppen in ganz Deutschland, die an Demonstrationen teilnehmen und Veranstaltungen planen, um auf die Missstände in der industriellen Nutztierhaltung aufmerksam zu machen. Gleichzeitig informieren sie, wie man sich für bessere Lebensbedingungen von Nutztieren einsetzen kann und was für Auswirkungen der eigene Konsum dabei hat.

Wie Du helfen kannst

Engagiere dich jetzt bei PROVIEH und trete aktiv einer Regionalgruppe bei. Um ersten Kontakt aufzubauen kannst du bei einem ihrer regelmäßigen Treffen teilnehmen oder dich per Mail bei ihnen melden. Die Aktivitäten deiner Gruppe können variieren, von der Arbeit an Infoständen und Austeilen von Material bis hin zu der Teilnahme an Demonstrationen. Wir konnten in einem Interview bereits mit dem Team sprechen. Das ganze Interview findest du hier.

Engagiere Dich jetzt für PRO VIEH

3. Mit der Albert Schweitzer Stiftung für weniger Nutztierleid engagieren

Was ist das für ein Projekt?

Die Albert Schweitzer Stiftung agiert nach dem Prinzip “Ehrfurcht vor dem Leben” von Albert Schweitzer. Sie setzen sich für die Abschaffung der Massentierhaltung und eine weite Verbreitung der veganen Lebensweise ein. Dabei ist ihnen bewusst, dass es unmöglich ist, die Bevölkerung von heute auf morgen komplett vegan zu ernähren. Sie gehen bewusst auch Zwischenschritte ein, indem sie sich dafür einsetzen, Tierschutzstandards laufend anzuheben sowie den Verbrauch von Tierprodukten zu reduzieren.

Was tun sie gegen Massentierhaltung?

Sie entwickeln mit Hilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse Kampagnen mit Hebelwirkung, welche vor allem die Bereiche Wirtschaft und Verbraucherinformation sowie auch Recht und Politik umschließen

Ihre Aktionsgruppen verteilen eine 16- Seitige Broschüre, welche einen respektvollen, offenen Dialog mit Fleischessern ermöglicht, unter dem Titel: “Selbst wenn Sie Fleisch mögen, können Sie Teil des Wandels werden, der Tierschutz mit Genuss vereint”

Darüber hinaus gibt es Veranstaltungen (etwa Tierschutztage), bei denen sie mit einem eigenen Infostand vertreten sind. Sie rufen diverse Nutztierschutz-Petitionen ins Leben, über dessen Entwicklung und Erfolg sie auf ihrer Webseite informieren.

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