SOCIAL ENTREPRENEURSHIP KOLUMNE

Malte hat GoVolunteer gegründet. In seiner Kolumne “Social Entrepreneurship” teilt er Erfahrungen beim Aufbau eines sozialen Startups und Tipps für angehende Gründer. Im folgenden Beitrag beschreibt er, wie eine partizipative und werteorientierte Unternehmenskultur bei GoVolunteer für Innovation sorgt.

Innovation als Anker

Unsere Umwelt, unsere Gesellschaft und die Präferenzen unserer Nutzer verändern sich in vielen Feldern rasant schnell. Deshalb reicht eine gute Gründungsidee nicht aus. Innovation muss fest im Unternehmen verankert werden und sich auch in den Werten und der Kultur der Organisation widerspiegeln. Das hilft insbesondere dann, wenn Wandel und stetige Veränderung einen Teil der täglichen Arbeit bilden. Durch eine offene, ehrliche Feedbackkultur kann dafür die gesamte kreative Energie des Teams genutzt werden.

Werte als Identitätsstifter

Basierend auf dem Feedback aller haben wir bei GoVolunteer gemeinsam identitätsstiftende Werte ausgearbeitet, an denen wir uns als Organisation und Interessengemeinschaft orientieren. Darin sind auch die Themen Veränderungsbereitschaft und persönliche Entwicklung verankert:

Wir bleiben innovativ und heißen Veränderung willkommen – Niemand hat immer Recht, und keine Lösung ist in Stein gemeißelt. Um den dringendsten sozialen Herausforderungen zu begegnen, sind wir bereit, uns immer wieder neu zu erfinden und neue Wege zu gehen.“ (Wert VIII, GoVolunteer Values)

Wir entwickeln uns gemeinsam weiter – Wir sind lernbegierig und schätzen die einzigartigen Erfahrungen, die wir miteinander teilen können. Lernen und Vermitteln helfen uns gemeinsam zu wachsen – sowohl menschlich als auch professionell.“ (Wert VI, GoVolunteer Values)

Selbstreflektion und Veränderung als Grundstein

Werte und gegenseitiger Respekt helfen dabei, zu einem gesunden Selbstverständnis zu gelangen: Auch der Schlauste von uns hat nicht in jeder Situation und nicht zu jedem Zeitpunkt Recht – schon allein deswegen, weil es auf die großen, strategischen Fragen in unserer Organisation immer mehr als eine Antwort gibt. Es ist gut, eigene Grenzen zu erkennen, anderen zuzuhören und zu wissen, dass eine Antwort nicht Bestand haben muss, sondern sich weiterentwickeln kann.

Eine konstruktive Fehlerkultur, Feedback und Erneuerung sind die Basis für Innovation und damit für unseren Unternehmenserfolg. Deshalb haben sie einen festen Platz in unseren Prozessstrukturen: Beobachten, Implementieren, Nachhalten, Verbessern.

Prioritäten und Schwerpunkte setzen als Zielführung

Bei GoVolunteer bringen unsere Mitarbeiter*innen ihre eigenen Ideen ein und tragen auch die Verantwortung für die Ergebnisse – das ist wichtig. Wir führen regelmäßig Einzel-Feedback-Gespräche mit Zielvereinbarungen, einmal im Monat ein großes Feedback-Meeting im Team und alle zwei Monate ein Strategie-Update durch. Hier überlegen wir gemeinsam, mit welcher Priorität wir welche Ziele und Themen angehen und an welcher Stelle wir uns verändern müssen. Bei der Weiterentwicklung unserer Organisation legen wir den Schwerpunkt darauf, im engen Kontakt mit der Zielgruppe zu stehen und uns auf wenige Angebote und Projekte zu fokussieren. Denn Ideen gibt es viele. Letztendlich zählen aber die Ausführung und das Ergebnis.

Über den Autor

Malte Bedürftig ist Gründer und CEO von GoVolunteer. Er verfügt über 10 Jahre Berufserfahrung als Management-Berater. Während seiner Beratungstätigkeit konzentrierte er sich auf Projekte im öffentlichen und sozialen Sektor und entwickelte besondere Expertise in den Bereichen Strategie und digitale Technologien.

2015 gründete Malte das soziale Startup GoVolunteer mit dem Ziel, jedem Menschen die Chance zu geben, unser gesellschaftliches Zusammenleben durch ein persönliches Engagement mitzugestalten. Heute leitet Malte GoVolunteer und unterstützt als freiberuflicher Experte und Coach Unternehmen, öffentliche Institutionen und Non-Profit-Organisationen in den Bereichen Strategie, soziale Verantwortung und Organisationsentwicklung.