Vielleicht habt Ihr es schon mitbekommen: Mit dem „Ausgezeichneten-Engagement“-Siegel zeichnen wir soziale Projekte aus, die vorbildliche Arbeit mit freiwilligen Helfer*innen leisten. Zu diesen Projekten zählt auch das Europäische Jugendparlament in Deutschland e.V..  Mit Ihnen haben wir ein Interview durchgeführt, um Dir zu zeigen, warum ein Ehrenamt dort so viel Spaß macht! Auch in der Corona-Krise ist ein Engagement beim EJP möglich, so veranstalten sie zum Beispiel Ende April eine erste digitale Parlamentssitzung.

Erzählt uns kurz etwas über Eure Organisation! Was macht ihr? Wie viele freiwillige Helfer*innen engagieren sich bei euch?

Hallo! Wir sind ein europaweit agierendes Netzwerk, das Parlamentssimulationen von Jugendlichen für Jugendliche anbietet. Wir sitzen hier im Büro des deutschen Vereins als nationale Vertretung. Es gibt uns aber auch in Polen, Spanien oder Norwegen. Gemeinsam bilden wir dann das Netzwerk European Youth Parliament, das aus mehreren Tausend ehrenamtlich engagierten Jugendlichen besteht.

Was kann man als Helfer*in bei euch machen?

Unsere Ehrenamtlichen organisieren hauptsächlich Veranstaltungen. Wir bieten  unterschiedliche Formate an, in denen Jugendliche sich nach ihren Präferenzen und ihrer Motivation in diversen Teams engagieren können. Da gibt es ganz unterschiedliche Positionen, in denen man über sich hinauswachsen kann: Vor, während und nach Veranstaltungen. Gemeinsam mit den nationalen Vertretungen aus den anderen Ländern Europas bieten wir zum Beispiel einen transnationalen Wettbewerb an. Zu dem Finale kommen circa 300 Jugendliche aus ganz Europa zusammen und diskutieren in einer Parlamentssimulation über die großen Herausforderungen der Politik. Das ist ein ziemlich großes Event, das auch mehr als eine Woche andauert. So eine Sitzung findet in unserem Netzwerk dreimal im Jahr statt. Das Spannende: Das wird alles von ehrenamtlichen Jugendlichen organisiert!

Und was ist für Euch der Schlüssel zu guter Kommunikation mit freiwilligen Helfer*innen?

Klare Strukturen und die Möglichkeit zur direkten Beteiligung. Sie muss unkompliziert und für alle nachvollziehbar sein. Es muss klar sein, wer welche Aufgabe hat und wie die Verantwortlichkeiten verteilt sind. Sonst läuft gar nichts.

Wichtig ist noch, dass alle Ihre Stärken einerseits ausspielen können, andererseits muss sich auch immer an etwas Neues herangetraut werden können.  Und das alles digital natürlich. Das heißt wir nutzen unterschiedliche Kommunikationskanäle, arbeiten viel mit Google Drive, Skypen, Doodlen und tippen.

Immer mehr Menschen wollen sich freiwillig für einen guten Zweck engagieren. Welche Entwicklung würdet Ihr Euch für die Zukunft des Ehrenamts wünschen?

Natürlich ist das eine sehr gute Entwicklung, die wir sehr begrüßen! Oftmals spielt die persönliche Erfüllung da eine große Rolle: Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, tun meistens etwas, das sie einfach gerne tun, ob sie dafür Geld bekommen oder nicht. Jobs, bei denen man keine Wertschätzung erhält oder schlicht etwas tut, das vielleicht nicht immer das Beste für die Gemeinschaft ist, erfüllen jemanden einfach nicht so sehr wie ein Ehrenamt. Dass  sich mehr Menschen engagieren, ist aber trotzdem nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite muss das natürlich auch ermöglicht werden. Es müssen die strukturellen Voraussetzungen vorhanden sein und es muss organisiert werden. Wenn NGO’S mehr Geld zur Verfügung hätten, könnten sich auch mehr Menschen engagieren! Denn von Luft und Liebe können die Menschen, die für Ihre Arbeit kein Geld bekommen, auch nicht leben. Aber wir werden zum Beispiel auch von der Zivilgesellschaft unterstützt. Auch Du kannst uns unterstützen, zum Beispiel bei unserer Crowdfundingkampagne!

Was sind Eure nächsten Projekte?

Unser Netzwerk stellt sich den aktuellen Herausforderungen! Wir werden Ende April die erste digitale Parlamentssimulation überhaupt stattfinden lassen. Das wird fantastisch, wenn alles klappt! Mehr Infos dazu findet Ihr auf unseren Social Media Kanälen oder auf unserer Website.

Wieso sollte ein Ehrenamt jeden interessieren?

Hier kannst Du das tun, was Du wirklich tun möchtest. Deswegen wirst Du glücklicher! Es ist immer eine Win-Win-Situation. Wenn Du Dich engagieren willst, herzlich willkommen!

Starte jetzt dein Engagement beim Europäischen Jugendparlament