„Wir sind mehr” lautet der Slogan der neuen Bewegung gegen Rassismus und Rechtspopulismus, deren Kundgebung in Chemnitz in der vergangenen Woche 65.000 Menschen zusammenbrachte.

Ein starkes Signal – aber eine Frage bleibt offen: Lässt sich die Dynamik in nachhaltigen, gesellschaftlichen Wandel übersetzen? Steckt mehr dahinter als eine Einmal-Aktion?

GoVolunteer, Deutschlands größte Freiwilligen-Community, gibt eine Antwort: Ja, denn Engagement für ein tolerantes Zusammenleben ist in Sachsen dauerhaft verankert.

In über 29.000 sozialen Projekten und Organisationen engagieren sich im Bundesland fast 1,5 Millionen Menschen, das sind über 38 Prozent, freiwillig für das GemeinwesenTendenz steigend. Besonders interessant: Seit 2015 sind darunter auch immer mehr Migrant*innen, die sich so in die Gesellschaft einbringen.

Hier bietet sich eine konkrete Chance, um Extremismus und Rassismus Einhalt zu bieten und Zusammenhalt zu stärken: GoVolunteer hat deshalb einen Aktionsplan für zivilgesellschaftliches Engagement ausgearbeitet.

Jenseits der Negativschlagzeilen möchte die Organisation die Dynamik im Ehrenamt in Chemnitz und in ganz Sachsen weiter stärken.

Der Aktionsplan beinhaltet zunächst drei Maßnahmen:

1.Besondere Initiativen auszeichnen:

GoVolunteer identifiziert zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich auf kreative und inklusive Art und Weise für ein tolerantes, soziales Miteinander in Chemnitz stark machen. Bis jetzt wurden 25 soziale Projekte in Chemnitz  mit dem GoVolunteer-Siegel für “Ausgezeichnetes Engagement” prämiert und sind auf der Website GoVolunteer.com einsehbar.

2.Mehr Menschen involvieren:

Durch eine gezielte Informationskampagne werden mehr Menschen auf die existierenden Möglichkeiten für Engagement in Chemnitz hingewiesen. Geschichten, Videos und Fotos von den Projekten motivieren zu eigener Teilhabe. Dabei spielt die von GoVolunteer gegründete Facebook Gruppe „Volunteer in Chemnitz“ eine wichtige Rolle.

3. Migrant*innen für Engagement motivieren:

Über ein neues Programm „Engagierte Newcomer“ unterstützt GoVolunteer Geflüchtete und Migrant*innen gezielt beim Start ins Ehrenamt. Newcomer und Locals arbeiten gemeinsam für einen guten Zweck und lernen sich so auf Augenhöhe kennen. Das EU-geförderte Programm wird von GoVolunteer bereits in Berlin pilotiert und soll nun auf Chemnitz ausgeweitet werden.

GoVolunteer ruft jetzt Menschen und Organisationen aus der Region auf, sich an der Aktion zu beteiligen.

Wir müssen die Menschen in Sachsen unterstützen, anstatt sie pauschal für die Ereignisse in Hoyerswerda, Heidenau oder Chemnitz zu verurteilen”, sagt Malte Bedürftig, Gründer von GoVolunteer. “Das große Engagement vor Ort muss sichtbar werden. Nur so können wir noch mehr Menschen zum Mitmachen motivieren und zeigen, dass die Mehrheit weder schweigt noch untätig ist.

Unter info@govolunteer.com werden Vorschläge für besondere ehrenamtliche Initiativen in Chemnitz und ganz Sachsen entgegengenommen.

Soziale Projekte können sich auf www.govolunteer.com anmelden und bewerben sich so automatisch um das Siegel für “Ausgezeichnetes Engagement”. GoVolunteer unterstützt mit kostenlosen Kommunikationsmaßnahmen und Coachings beim Aufbau professioneller Strukturen.