Mit dem Dürre- und Hitze-Sommer 2018 wurde die Bedrohung der globalen Erwärmung erstmals für die Breite der Bevölkerung real. Der Klimawandel ist in aller Munde. Wenn wir jetzt nichts tun, um die Klimaerwärmung aufzuhalten, wie lange können wir unseren Planeten dann noch so genießen wie wir ihn jetzt haben?

Wenn Kühe rülpsen: Tierhaltung und Treibhausgase

Neben den großen Verursachern von Treibhausgasen aus den Sektoren Energie und Mobilität spielt die Tierhaltung eine große Rolle. Rund 15% aller Treibhausgasemissionen werden inzwischen durch die industrielle Tierhaltung verursacht. In den Mägen von Wiederkäuern wie Rindern entsteht das klimaschädliche Gas Methan, das Treibhausgas Lachgas wird durch stickstoffhaltigen Dünger, mit dem landwirtschaftlich genutzte Böden gedüngt werden, freigesetzt. Für den Anbau von Futtermitteln und für Weideflächen werden Wälder gerodet. Die damit verlorengehenden Bäume und Böden können demnach kein CO2 mehr speichern. Zudem benötigt die Fleischproduktion enorme Mengen an Wasser und zu viel Dünger belastet das Grundwasser mit Nitrat.

Deine Ernährung kann das Klima schützen

Wenn wir das Klima schützen wollen, müssen wir auch unser Ernährungsverhalten überdenken. Eine Studie zeigt, dass ein weltweiter (vor allem in den Industrienationen) reduzierter Fleischkonsum oder sogar eine breite vegetarische Ernährung die lebensmittelbedingten Emissionen um ein Großes senken könnte.

Weniger Industrie-Fleisch: Wir brauchen eine Agrarwende

Kommen die Produkte aus dem ökologischen Landbau, kann dies ebenfalls das Klima schützen. Bio-Landwirtschaft verfolgt den Ansatz, im Einklang mit der Natur, ressourcenschonend und tiergerecht zu wirtschaften. Negative Auswirkungen auf die Umwelt sollen möglichst gering gehalten werden.

Um die Klimaziele zu erreichen, brauchen wir eine Agrarwende. Es muss weniger industriell hergestelltes Fleisch produziert werden, dafür mehr nachhaltig angebautes Gemüse, es muss extensiv und artgerecht gewirtschaftet werden.

Fleisch: Futter für den Müll?

Genauso wichtig ist es, schonend mit den bereits produzierten Nahrungsmitteln umzugehen und möglichst wenig wegzuschmeißen. Ein Drittel aller Lebensmittel in deutschen Privathaushalten landet im Müll. Pro Kopf wird in Deutschland 4 kg Fleisch und Wurst im Jahr vergeudet. Dies ist zum einen ethisch fraglich, da Tiere sinnlos gestorben sind, zum anderen belastet es das Klima, da auch für die Herstellung jedes weggeworfenen Lebensmittels Energie, Wasser und Fläche benötigt wurde.

Das Klima schützen: artgerechte Tierhaltung

Tierhaltung und Klima sind also eng miteinander verwoben und eine artgerechte Nutztierhaltung kann das Klima schützen. Umso wichtiger, dass wir uns jetzt für Nutztiere einsetzen. Welche Möglichkeiten die aktive Öffentlichkeitsarbeit bietet, liest Du hier.

Weitere Informationen über die Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft und Tierhaltung auf das Klima findest du im PROVIEH-Magazin „Umwelt-Spezial“.

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Nutztierschutz

Über die Autorin

Svenja Taube ist auf einem alten Bauernhof groß geworden und hat ihre Liebe zu Tieren bereits als Kleinkind entdeckt. Der Schutz von Nutztieren liegt ihr besonders am Herzen. Inzwischen arbeitet Svenja beim Tierschutzverband PROVIEH und betreut dort die ehrenamtlich Aktiven, die deutschlandweit Infostände und Aktionen durchführen.