Was mache ich nach dem Abi? 5 Möglichkeiten im Überblick

Published On: 24.09.2025|Kategorien: Ehrenamt entdecken|10,5 min read|

Möchtest Du Dich ehrenamtlich engagieren?

Wir finden Dein Wunsch-Ehrenamt, das zu Deinen Interessen und Verfügbarkeiten passt.

Abi in der Tasche – und jetzt? Für viele fühlt sich dieser Moment erstmal ungewohnt an. Bis jetzt war alles klar: Schule, Klausuren, Ferien. Und plötzlich hast Du Abi und keine Ahnung, was als Nächstes kommt. Studium, Ausbildung, Reisen, Arbeiten oder ein Freiwilligendienst – alles scheint möglich, und genau das macht die Entscheidung so schwer. Die wichtigste Frage ist jetzt: Was mache ich nach dem Abi?

Hier findest Du Ideen für Deine Zeit nach dem Abschluss:

  1. Deine Checkliste
  2. Freiwilligendienste und Ehrenamt
  3. Studium
  4. Berufsausbildung
  5. Work and Travel
  6. Orientierungsjahr

Was mache ich nach dem Abi? Deine persönliche Checkliste

Bevor Du Dich entscheidest, atme einmal durch. Frag Dich: Was macht Dir Spaß? Worin bist Du gut? Und was willst Du eigentlich vom nächsten Jahr?

  1. Interessen prüfen: Welche Themen machen Dir Spaß? Menschen helfen, Technik, Natur, Sprachen, Kreatives?
  2. Stärken erkennen: Bist Du eher praktisch veranlagt oder lernst Du gern theoretisch? Arbeitest Du lieber im Team oder selbstständig?
  3. Ziele überlegen: Willst Du direkt Geld verdienen, Erfahrungen sammeln, ins Ausland gehen oder Dich erst orientieren?
  4. Zeitrahmen planen: Möchtest Du sofort starten, ein Jahr ausprobieren oder direkt ein Studium/Ausbildung beginnen?
  5. Optionen abgleichen: Welche Möglichkeiten passen am besten zu Deinen Interessen, Stärken und Zielen? FSJ, Studium, Ausbildung, Work and Travel, Orientierungsjahr?

Wenn Du diese Fragen für Dich beantwortet hast, hast Du schon eine gute Vorstellung davon, welche Richtung am besten zu Dir passt. In den nächsten Abschnitten zeigen wir Dir nun die konkreten Möglichkeiten nach dem Abi. So kannst Du direkt herausfinden, welche Optionen zu Deinen Interessen und Zielen passen.

Freiwilligendienst und Ehrenamt: Engagiere Dich sozial

Volunteering-Team macht Freiwilligenarbeit bei einem Stadtlauf

Viele Abiturient:innen fragen sich das gleiche wie Du: Was kann man nach dem Abi machen? Eine beliebte Antwort sind Freiwilligendienste oder Ehrenämter. Ob im sozialen, ökologischen, kulturellen oder wissenschaftlichen Bereich – hier kannst Du Verantwortung übernehmen, neue Seiten an Dir entdecken und Dich für andere einsetzen.

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)

Ein FSJ ist perfekt, wenn Du nach der Schule nicht sofort studieren oder eine Ausbildung anfangen willst. Du kannst in Kitas, Schulen, Krankenhäusern oder sozialen Einrichtungen mitarbeiten und direkt erleben, wie es ist, Verantwortung zu übernehmen. Viele nutzen das Jahr zur Selbstfindung und um zu schauen, ob ein sozialer Beruf zu ihnen passt.

Gleichzeitig lernst Du unglaublich viel über Dich selbst: Geduld, Teamarbeit und wie es ist, gebraucht zu werden. Dazu gibt es ein Taschengeld und oft auch Unterkunft oder Verpflegung. Ein FSJ wird von Hochschulen und Arbeitgeber:innen sehr positiv gesehen. Deshalb haben wir für Dich drei spannende Projekte herausgesucht, die Dir einen ersten Eindruck geben, wie vielfältig ein FSJ sein kann.

Eine Gruppe von Schüler:innen sitzt in einem Klassenzimmer an Tischen und hört einem Lehrer zu

In diesem FSJ unterstützt Du ein junges Sozialunternehmen dabei, Schulen und Lehrkräfte bei sogenannten „Herausforderungs-Projekten“ zu begleiten. Ziel ist es, dass Jugendliche ihre eigenen Stärken entdecken und persönliche Projekte umsetzen können.

Eine Gruppe von Kindern in bunten Winteranzügen steht an einem Zaun und beobachtet Enten und Schwäne auf einem Teich

In diesem Projekt unterstützt Du das Team einer Elterninitiative, die seit 1992 einen Kindergarten in Leverkusen betreibt. Wenn Du Freude am Umgang mit Kindern hast, aktiv bist und gerne im Team arbeitest, bist Du hier genau richtig.

Ein Mann im Rollstuhl wird von einer Frau mit Mikrofon interviewt

Unterstütze Wohnstätten, in denen körperlich oder psychisch eingeschränkte Menschen möglichst selbstbestimmt leben. Deine Aufgaben sind sehr vielfältig: Du begleitest Bewohner:innen im Alltag, hilfst bei Freizeitangeboten, Einkäufen oder der Körperhygiene.

Wenn Du noch mehr spannende Projekte für Dein FSJ entdecken möchtest, findest Du eine große Auswahl an Einsatzstellen auf GoVolunteer. Dort kannst Du gezielt nach Bereichen und Städten suchen, die zu Dir passen.

Bundesfreiwilligendienst (BFD)

Der Bundesfreiwilligendienst ist ähnlich wie ein FSJ oder FÖJ, aber noch flexibler. Du kannst in sozialen, kulturellen oder ökologischen Projekten mitarbeiten, wie zum Beispiel in Pflegeeinrichtungen, Museen, Theatern oder Umweltprojekten. Der BFD richtet sich nicht nur an junge Leute, sondern an alle Altersgruppen, was ihn besonders vielseitig macht.

Für Dich nach dem Abi bedeutet das: Du kannst dir Einsatzort und Dauer aussuchen, praktische Erfahrungen sammeln und gleichzeitig ein Taschengeld verdienen. Viele nutzen den BFD, um neue Bereiche kennenzulernen, bevor sie sich für ein Studium oder eine Berufsausbildung entscheiden. Einen guten Überblick über Projekte und Einsatzstellen findest Du zum Beispiel auf GoVolunteer.

Ehrenamt nach dem Abi: Einfach mal ausprobieren

Du willst was Sinnvolles machen, aber Dich nicht gleich für ein ganzes Jahr festlegen? Dann ist ein Ehrenamt genau richtig. Du entscheidest selbst, wie viel Zeit Du investieren willst – eine feste Stundenzahl pro Woche oder ganz flexibel bei einem Mini-Engagement.

Ob Kinder betreuen, Geflüchtete unterstützen, bei Umweltaktionen mithelfen oder Events organisieren – es gibt unzählige Möglichkeiten. Mit einem Ehrenamt sammelst Du Erfahrungen, lernst neue Leute kennen und kannst Dich sozial engagieren, während Du nebenbei schon arbeitest, reist oder studierst.

Auf unserer Ehrenamtsplattform findest Du jede Menge Projekte, bei denen Du sofort starten kannst – ohne lange Wartezeit und ganz nach Deinem Zeitplan.

Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)

Wenn Du Dich für Natur und Nachhaltigkeit interessierst, ist ein FÖJ genau das Richtige. Du kannst in Umweltorganisationen, Nationalparks oder Bio-Betrieben mitarbeiten und aktiv etwas für den Klimaschutz tun. Statt nur darüber zu reden, packst Du wirklich mit an.

Dabei verbringst Du viel Zeit draußen, lernst Gleichgesinnte kennen und bekommst ein Gefühl dafür, ob ein Job oder Studium im Umweltbereich zu Dir passt. Ein FÖJ dauert meist zwölf Monate und wird wie auch das FSJ mit einem Taschengeld unterstützt. Für alle, die sich für unsere Zukunft einsetzen wollen, ist es eine super Möglichkeit.

Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr (FWJ) nach der Schule

Wenn Du schon in der Schule Spaß an Naturwissenschaften hattest, ist ein FWJ spannend für Dich. Du kannst in Laboren, an Unis oder in Forschungseinrichtungen mitarbeiten und echte Einblicke in die Wissenschaft bekommen. So merkst Du schnell, ob Forschung, Medizin oder Technik etwas für Dich sind.

Du lernst, wie Experimente ablaufen, Daten ausgewertet werden und worauf es in der Praxis ankommt. Gleichzeitig sammelst Du wertvolle Erfahrungen für Deinen Lebenslauf. Ein FWJ dauert in der Regel zwölf Monate und kann Dir helfen, Deine Studienwahl klarer zu treffen.

Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD)

Wenn Dich das Fernweh packt, ist der IJFD genau richtig für Dich. Du engagierst Dich sechs bis zwölf Monate in Projekten im Ausland und arbeitest in Schulen, Kulturzentren oder Umweltinitiativen mit. Dabei lernst Du nicht nur ein neues Land kennen, Du lernst auch Dich selbst besser kennen.

Außerdem verbesserst Du dadurch Deine Sprachkenntnisse, wirst selbstständiger und sammelst Erfahrungen, die Dich ein Leben lang prägen. Der IJFD verbindet Reisen mit Engagement und ist eine gute Wahl, wenn Du nach dem Abi etwas Sinnvolles tun möchtest, während Du die Welt entdeckst.

Freiwilligenarbeit im Ausland

Wenn Du reisen und gleichzeitig etwas bewegen willst, ist Freiwilligenarbeit im Ausland eine Option. Du kannst Dich in sozialen Projekten, im Umweltschutz oder in Schulen engagieren und erlebst ein Land viel intensiver als beim Urlaub. Dabei verbesserst Du Deine Sprachkenntnisse, lernst neue Kulturen kennen und stärkst Deine Selbstständigkeit. Das geht bei Freiwilligenprojekten weltweit, z. B. in Afrika, Asien oder Lateinamerika.

Im Unterschied zu Work & Travel liegt der Fokus hier klar auf sozialem Einsatz – Du reist nicht, um unterwegs zu jobben, sondern um Dich sinnvoll zu engagieren. Je nach Programm dauert ein Auslandsaufenthalt von einigen Wochen bis zu einem Jahr. Für viele wird Freiwilligenarbeit im Ausland zu einer unvergesslichen Zeit, die nicht nur den Lebenslauf bereichert, sondern auch den eigenen Horizont erweitert.

Worauf Du bei Deinem Auslandsaufenthalt jedoch achten solltest, erfährst Du in unserem Artikel zum Thema Voluntourismus.

Praktikum im sozialen Bereich zur Orientierung

Ein Praktikum im sozialen Bereich ist eine gute Möglichkeit, wenn Du ausprobieren willst, ob ein Beruf mit Menschen zu Dir passt. Du kannst in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern oder bei sozialen Trägern mitarbeiten und bekommst direkten Einblick in den Alltag.

Dabei merkst Du schnell, ob Dir der Umgang mit Kindern, Jugendlichen oder Pflegebedürftigen liegt. Viele nutzen ein solches Praktikum auch zur Vorbereitung auf ein Studium, denn in Fächern wie Sozialpädagogik, Lehramt oder Medizin ist ein Vor- oder Pflichtpraktikum oft Voraussetzung. Es gibt hier auch die Möglichkeit, ein Pflegepraktikum im Ausland zu machen.

Studium nach dem Abi: Klassisch, dual oder im Ausland?

Student:innen sitzen im Vorlesungsraum und hören einer Vorlesung zu

Das Studium ist für viele die erste Antwort auf die Frage: Was mache ich nach dem Abi? Ob an einer Universität oder Fachhochschule, hier vertiefst Du Wissen, entwickelst neue Fähigkeiten und bereitest Dich auf Berufe mit akademischem Abschluss vor. Doch Studium ist nicht gleich Studium: Es gibt unterschiedliche Modelle, die Dir verschiedene Chancen bieten.

Berufsausbildung nach dem Abitur: Praktisch ins Berufsleben starten

Wenn Du praktisch starten willst, ist eine Ausbildung nach dem Abitur eine super Wahl. Statt nur Theorie lernst Du hier von Anfang an praktisch und erlebst jeden Tag, wie Dein Einsatz Wirkung zeigt. Dabei verdienst Du Dein eigenes Geld und wirst schneller unabhängig.

Ob Handwerk, Technik, IT oder kaufmännische Berufe – die Auswahl ist riesig. Viele Ausbildungen bieten Dir außerdem gute Chancen für später, etwa durch Weiterbildungen oder Aufstiegsmöglichkeiten. Wenn Du Lust hast, praktische Erfahrung zu sammeln und schnell Verantwortung zu übernehmen, kann eine Ausbildung genau der richtige Weg für Dich sein.

Unterstützung bei der Berufswahl bekommst Du übrigens auch bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit. Dort erhältst Du individuelle Tipps und Hilfe bei der Suche nach passenden Ausbildungsplätzen.

Work and Travel: Was kann ich nach dem Abi im Ausland erleben?

Work and Travel ist ideal, wenn Du nach dem Abi die Welt sehen und gleichzeitig flexibel bleiben willst. Du reist in ein anderes Land, verdienst unterwegs Geld mit Gelegenheitsjobs und finanzierst Dir so Deine Reise selbst. Besonders beliebt für ein Auslandsjahr sind Australien, Neuseeland oder Kanada, aber auch viele andere Länder bieten Programme an.

Dabei lernst Du neue Menschen kennen, verbesserst Deine Sprachkenntnisse und wirst selbstständiger. Work and Travel ist ein Abenteuer, das Dich herausfordert, Dir Selbstvertrauen gibt und unvergessliche Erinnerungen schafft. Praktische Infos und erste Einsatzmöglichkeiten findest Du zum Beispiel über Plattformen wie Workaway, wo Reisende weltweit Jobs und Projekte entdecken können.

Orientierungsjahr: Klarheit finden nach dem Abitur

Ein Orientierungsjahr ist eine Art Übergangszeit, in der Du verschiedene Möglichkeiten ausprobieren kannst, bevor Du Dich festlegst. Manche Hochschulen bieten spezielle Programme an, bei denen Du Vorlesungen besuchen, Praktika machen und Beratung nutzen kannst. Auch private Träger organisieren Orientierungsjahre, die Workshops, Projektarbeit und persönliche Entwicklung kombinieren.

Ziel ist es, herauszufinden, wo Deine Stärken liegen und welcher Weg – Studium, Ausbildung oder etwas anderes – zu Dir passt. Wenn Du nach dem Abi unsicher bist, kann ein Orientierungsjahr helfen, Klarheit zu gewinnen, ohne einfach nur Zeit zu verlieren.

Bleib dran und engagiere Dich!

Nach dem Abitur gibt es nicht den einen richtigen Weg für Dich. Ob Studium, Ausbildung, Reisen, Praktikum oder Freiwilligendienst – wichtig ist, dass Du etwas findest, das zu Dir passt und Dich wirklich weiterbringt.

Eine tolle Möglichkeit, Dich auszuprobieren und gleichzeitig Gutes zu tun, ist soziales Engagement. Ob Ehrenamt, Freiwilligendienst oder Projekte im Ausland – dabei lernst Du nicht nur neue Menschen und Fähigkeiten kennen, sondern sammelst auch Erfahrungen, die Dich persönlich weiterbringen.

Nimm Dir die Zeit, Neues auszuprobieren und verschiedene Wege zu entdecken. Jede Erfahrung, die Du jetzt sammelst, zeigt Dir, was Dir liegt, stärkt Dein Selbstvertrauen und macht Dich bereit für die nächsten Schritte.

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