Demokratie zum Anfassen: Unser MachMit-Fest zum Ehrentag

Published On: 08.06.2026|Kategorien: Community|6,4 min read|

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Am 23. Mai 2026 wurde das Rechenzentrum Potsdam für ein paar Stunden zu einem Ort voller Begegnungen, Gespräche und gemeinsamer Ideen. Zwischen bunten Seedbombs, lachenden Kindern, neugierigen Gesprächen und vielen helfenden Händen wurde schnell klar: Demokratie ist nicht abstrakt. Sie lebt genau dort, wo Menschen zusammenkommen und füreinander aktiv werden. 

Zusammen mit unseren Projektpartnern haben wir den ersten bundesweiten Ehrentag gefeiert und damit den 77. Geburtstag des Grundgesetzes. Doch an diesem Tag ging es nicht um große politische Reden oder trockene Theorie. Es ging um Menschen, um Zusammenhalt und um Engagement, das man sehen, hören und spüren konnte – im Kiez, im Alltag, in der Nachbarschaft. 

Genau diese Atmosphäre hat viele bewegt: Unser MachMit-Fest hat weit über Potsdam hinaus Aufmerksamkeit bekommen und gezeigt, wie lebendig Engagement in Deutschland ist. Eine schöne Resonanz auf einen Tag, an dem sichtbar wurde, was sonst oft leise passiert: Menschen, die sich engagieren, verändern Gesellschaft jeden Tag ein kleines Stück zum Besseren.

Was steckt hinter dem MachMit-Fest?

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) hatten bundesweit zum Ehrentag aufgerufen: Menschen und Organisationen in ganz Deutschland sollten Aktionen auf die Beine stellen, die das Gemeinwohl stärken und Demokratie im Alltag sichtbar machen. Für uns bei GoVolunteer war sofort klar: Da machen wir mit. 

Gemeinsam mit unseren Projekten Du für Brandenburg“ und Erfahrung zählt“ sowie unserer Umsetzungspartnerin, der Flüchtlingshilfe Babelsberg, haben wir ein Fest organisiert, das einlädt, ausprobiert und vor allem Menschen zusammenbringt.

Ein Fest, das wirklich zusammenbringt

Zwischen 11 und 15 Uhr wurde gebastelt, gelacht, diskutiert und ausprobiert. Senior:innen kamen mit Familien ins Gespräch, Menschen mit und ohne Fluchterfahrung begegneten sich an den Mitmach-Stationen, Ehrenamtliche erzählten von ihrem Engagement – und überall entstanden kleine Momente von Verbindung.

Besonders schön war zu sehen, wie offen die Stimmung war. Viele Menschen kannten sich vorher nicht. Und trotzdem entstanden überall Gespräche, gemeinsames Lachen und echtes Interesse füreinander. 

Im Sprachcafé „SprichMit!“ wurde gespielt, geredet und gemeinsam Deutsch gelernt. An der Seedbomb-Station – mit Saatgut von BUND Potsdam, vielen Dank für die tolle Spende! – wurden bunte Samenbomben für ein grünes Potsdam gebastelt. Und zwischendrin immer wieder Gespräche, die man nicht planen kann – die aber genau das sind, was solche Tage besonders macht.

Dass all das funktioniert hat, lag vor allem an den vielen Ehrenamtlichen und Engagierten aus unseren Projekt-Communities und unserem Netzwerk. Sie haben die Stationen betreut, Menschen willkommen geheißen und dem Fest Leben eingehaucht. An dieser Stelle sprechen wir ein ganz großes Dankeschön aus!

Valentyna

Gemütliches Beisammensein am Ehrentag

Valentyna

Hier wurden die Seedbombs produziert

Hochrangige Gäste und Begegnungen, die bleiben

Das MachMit-Fest war nicht nur bunt und lebendig. Es war auch ein sichtbares und politisches Zeichen dafür, wie wichtig gesellschaftlicher Zusammenhalt gerade jetzt ist. 

Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel und Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann waren persönlich vor Ort. Beide nahmen sich Zeit für Gespräche, für Begegnungen, für das, worum es an diesem Tag ging.

Oberbürgermeisterin Aubel brachte es auf den Punkt:

Gesellschaftlicher Zusammenhalt beginnt dort, wo Menschen einander begegnen, zuhören und füreinander einstehen. Gerade in Potsdam erleben wir jeden Tag, wie viel Kraft in diesem Miteinander steckt. Jedes Engagement – ob im Ehrenamt, im Beruf oder im Alltag – stärkt unsere Gemeinschaft und macht Demokratie sichtbar. Wer sich einbringt, bewegt etwas: für andere, für unsere Stadt und für eine Zukunft, die wir gemeinsam offen, solidarisch und mit Zuversicht gestalten. — Noosha Aubel, Oberbürgermeisterin der Stadt Potsdam

Unterstützt wurde die Aktion außerdem vom Büro für Chancengleichheit und Vielfalt der Stadt Potsdam. Auch wenn Leiterin und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Potsdam Claudia Sprengel leider nicht persönlich teilnehmen konnte, richtete sie uns eine Botschaft aus:

Ehrenamt ist das Rückgrat unserer Demokratie: Menschen, die sich engagieren, gestalten Zusammenhalt, Teilhabe und Zukunft aktiv mit. Initiativen wie GoVolunteer machen dieses Engagement sichtbar und zeigen, wie wertvoll jede helfende Hand ist – ob für Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte oder für ältere Menschen, deren Erfahrung unsere Gesellschaft stärkt. — Claudia Sprengel, Leiterin des Büros für Chancengleichheit und Vielfalt und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Potsdam

Und dann kam noch dieser besondere Moment: Das Fest und die Stimmen unserer Ehrenamtlichen schafften es sogar in die Tagesschau und die Tagesthemen. Für viele von uns war das ein echtes Gänsehautgefühl. Nicht wegen der Aufmerksamkeit allein, sondern weil plötzlich bundesweit sichtbar wurde, wie viel Kraft in freiwilligem Engagement steckt.

Was das alles mit „Erfahrung zählt“ zu tun hat

Das MachMit-Fest hat gezeigt, was wir mit unserem Projekt „Erfahrung zählt“ jeden Tag versuchen umzusetzen.

Das Projekt richtet sich an Menschen ab 60 in Brandenburg. Menschen mit Lebenserfahrung, Wissen und Geschichten, die unsere Gesellschaft bereichern. Viele von ihnen möchten sich engagieren, etwas zurückgeben oder noch einmal ganz neue Erfahrungen machen. Wir helfen ihnen dabei, ein Ehrenamt zu finden, das wirklich passt: sinnvoll, bereichernd und mit Freude verbunden. 

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Integration und Vielfalt. Ältere Menschen begleiten Geflüchtete und neu Zugewanderte, geben Sprachkurse, unterstützen bei Behördengängen oder schenken einfach Zeit und Aufmerksamkeit. 

Was dabei passiert, ist mehr als Hilfe. Es entstehen Beziehungen, gegenseitiges Lernen und echte Begegnungen zwischen Menschen, die sich sonst vermutlich nie kennengelernt hätten. Das bereichert beide Seiten – und das war am 23. Mai so deutlich spürbar wie selten.

Engagement bietet Menschen 60+ die Chance, sich neu zu entdecken, Neues zu lernen und Neues zu wagen. — Jana Dornfeld, Projektleitung „Erfahrung zählt“

Wenn das klingt wie etwas, das Dich interessiert oder jemanden, den Du kennst, dann meld Dich bei uns. Wir freuen uns über jede Person, die mitmachen möchte.

Ein Tag, der gezeigt hat, was möglich ist

So ein Fest entsteht nicht einfach von allein. Es lebt von Menschen, die anpacken, Ideen mitbringen und ihre Zeit investieren.

Deshalb möchten wir Danke sagen: an die vielen Ehrenamtlichen und Engagierten aus unseren Projekt-Communities, an unsere Umsetzungspartnerin Flüchtlingshilfe Babelsberg, an den BUND Potsdam für die Saatgutspende und natürlich an alle Besucher:innen, die gekommen sind, mitgemacht und sich auf Begegnungen eingelassen haben. 

Gemeinsam haben wir gezeigt, wie Demokratie aussehen kann: offen, lebendig, herzlich und mitten im Alltag. Denn Demokratie lebt nicht nur in Parlamenten. Sie lebt dort, wo Menschen füreinander da sind.

Du willst Dich engagieren oder mehr über das Projekt „Erfahrung zählt“ erfahren? Dann schreib uns oder schau direkt auf unserer Website vorbei.

Hinweise zu den Förderungen:

Das Projekt „Erfahrung zählt“ wird im Rahmen des Programms „Bildung und Engagement ein Leben lang“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union (ESF Plus) gefördert.

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Das Projekt „Du für Brandenburg” wird von Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU und des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg kofinanziert.

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